Neues Video-Reisezentrum der Bahn soll den Kunden in Peißenberg mehr Service bieten

Persönliche Beratung per Knopfdruck

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Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (3. v. re.) eröffnet zusammen mit Klaus-Dieter Josel (Konzernbevollmächtigter der DB für Bayern, 2. v. li.), Dr. Johann Niggl (Geschäftsführer BEG, 3. v. li.) und stellvertretendem Landrat Karl-Heinz Grehl (4. v. re.) das neue Video-Reisezentrum am  Peißenberger Bahnhof.

Peißenberg – „Ich freue mich ausgesprochen, dass wir das Video-Reisezentrum an der Pfaffenwinkelbahn einweihen können“, erklärte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt am Dienstag in Peißenberg.

Mit dem Video-Reisezentrum möchte die Bahn den Service für die Reisenden erweitern. Insgesamt 70 Stunden pro Woche ist in dem Pavillon neben dem Bahnsteig ein Reiseberater zu erreichen. Der Kunde drückt einen grünen Knopf in der Kabine und wird dann mit dem Berater verbunden. Zwei Bildschirme, Kamera, Mikrofon und Lautsprecher ermöglichen eine direkte Kommunikation. Dank des zweiten Bildschirmes kann der Kunde nachvollziehen, was der Reiseberater vorschlägt. Auch die Zahlungsoptionen sind verbessert, denn der Reisende kann zwischen Bargeld – auch größeren Scheinen – EC- oder Kreditkarte wählen. In der Zentrale in Kempten sitzen mehrere Reiseberater, so dass bei Bedarf jederzeit eine Anfrage per Video möglich ist.

Mit der Einführung des Video-Reisezentrums sind erstmals seit 2011 wieder eine persönliche Beratung und ein Fahrkartenverkauf in Peißenberg möglich. Von der Idee bis zur Aufstellung des ersten Video-Reisezentrums im Schwarzwald vor drei Jahren dauerte es ein halbes Jahr. Ein richtiger Ausfall des Systems sei eigentlich nicht möglich, erklärte Anja Stiebeling, Produktmanagerin Video-Reisezentrum. „Wir haben gute Erfahrungen gemacht, sonst würden wir es uns nicht trauen, das Projekt auszurollen“, erklärte sie weiter.

Das Video-Reisezentrum ist „Digitalisierung für alle und für alle verständlich“, sagte Reinhold Pohl, Leiter Regionaler Vertrieb der Bahn. Auch Formulare und Dokumente können bei Bedarf gescannt oder gedruckt werden. „Das Einzige, was wir nicht können, sind Fundsachen annehmen – aber da hätten wir auch eine Idee“, so Pohl.

Verkehrsminister Dobrindt erklärte, dass dies ein großer Qualitätssprung für die Region sei. Die Bahn sei „das Reisemittel für ein digitales Zeitalter“.

Die Beratung ist zu folgenden Zeiten möglich: Montag von 7 bis 19 Uhr, Dienstag bis Freitag von 7.30 bis 19 Uhr und Samstag, Sonntag sowie feiertags von 8 bis 14 Uhr. Auch in Schongau steht jetzt ein neues Video-Reisezentrum zur Verfügung.

Von Melanie Wießmeyer

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