Pachtvertragsverlängerung in Aussicht – Bau einer Vereinshütte geplant

TSV will Eisstadion betreiben

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Noch sind am ehemaligen Rollschuhplatz die Fundamente der provisorischen Container-Schule zu sehen. Bald soll dort aber eine TSV-Vereinshütte stehen. Sie soll als Aufenthaltsmöglichkeit für Eisstadionbesucher dienen. An der Ostfassade der Eishalle soll zudem ein neuer Kabinentrakt entstehen – als Ersatz für die Umkleiden im Bäderparkgebäude.

Peißenberg – Die Zukunft des Eisstadions scheint gesichert: Der TSV Peißenberg hat jedenfalls entgegen früherer Aussagen seine Bereitschaft erklärt, den 2021 auslaufenden Pachtvertrag mit der Gemeinde vorzeitig zu verlängern.

Ein Anstoß für den Sinneswandel dürfte der vorgesehene Bau eines neuen Kabinentrakts an der Ostseite des Eisstadions und die Errichtung einer Vereinshütte am ehemaligen Rollschuhplatz gewesen sein. Ohne Planungssicherheit, wie es mit der kostenintensiven Eishalle weitergeht, wären die Projekte wohl kaum zu realisieren gewesen. Außerdem haben die Kommune und auch die Gemeindewerke klar signalisiert, dass eine Betriebsübernahme für sie nicht in Frage kommt. Ergo: Wenn es ein Eisstadion in Peißenberg geben soll, dann ist das nur unter TSV-Regie möglich.

TSV-Schatzmeister Ulrich Ingenfeld spricht im Zusammenhang mit der Pachtvertragsverlängerung auf Nachfrage noch zurückhaltend von einer „Absichtserklärung“ des Vereins: Seitens des Präsidiums würde man die „Gesamtanlage“ im Wörther Freizeitgelände mit neuer Tartanbahn, Bäderpark, Turnhallen und eben dem Eisstadion als „sehr erhaltenswert“ erachten. Die Pachtlaufzeit für das Eisstadion und die finanziellen Konditionen müssen laut Ingenfeld noch ausgehandelt werden. Ein entsprechender Vertragsentwurf müsse dann von den TSV-Gremien abgesegnet werden. „Ich hoffe, dass wir das Ganze auf einen gemeinsamen Nenner mit der Gemeinde bringen“, sagt Ingenfeld – allerdings: „Zu den gleichen Konditionen wie bisher kann ich mir es momentan nicht vorstellen.“ Die Gemeinde subventioniert den Eislaufbetrieb bislang mit jährlich rund 110 000 Euro.

Recht viel mehr wird sich die chronisch klamme Kommune vermutlich auch in Zukunft nicht leisten können. Der TSV als Betreiber könnte aber seine Einnahmen steigern. Ingenfeld schließt nicht aus, dass der TSV die Mietpreise für Hobby-Mannschaften erhöht. Auch die „Eishackler“ als TSV-Sparte und Hauptnutzer werden vermutlich einen höheren Finanzbeitrag an den Hauptverein leisten müssen. Keinesfalls, so betont Ingenfeld, werde das Eisstadion über die allgemeinen Mitgliedsbeiträge finanziert. Die Kosten für die Sportstätte würden seit jeher getrennt laufen: „Das Eisstadion ist eine kleine Firma innerhalb des TSV“, so der Schatzmeister.

Infrastrukturell will der TSV das Eisstadion bis zur neuen Saison noch aufrüsten. Fest auf dem Plan steht der Bau einer Vereinshütte. Nach dem Großbrand in der „Rigi-Rutsch´n“ gibt es im Umfeld keine Gaststätte und damit keine Aufenthaltsmöglichkeit mehr. In seiner jüngsten Sitzung signalisierte der Marktrat vorbehaltlich der Prüfung bezüglich der Immissionen, der Stellplatzfrage und des Brandschutzes seine Zustimmung zum eingereichten Bauantrag. Gibt das Landratsamt sein Einverständnis, kann der TSV mit dem Projekt loslegen.

Konkret geht es um einen Holzständerbau mit 90 Quadratmeter Nutzfläche. Das Bauwerk steht derzeit noch an anderer Stelle. Der Eigentümer will es dem TSV schenken, öffentlich aber noch Stillschweigen bewahren. So viel sei verraten: Die künftige Vereinshütte, die nicht nur den Eishacklern, sondern allen TSV-Sparten zur Verfügung stehen soll, schaffte es bereits in die Schlagzeilen der Heimatzeitungen.

von Bernhard Jepsen

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