Heimische Betriebe und Organisationen präsentierten sich auf Pfaffenwinkel Gewerbeschau

In jedem Alter informiert bleiben

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Hans Piehler klärt die Interessierten am Stand des Fördervereins Musik in Peiting e.V. über die Möglichkeiten des „Peitinger Weges“ auf.

Peiting – Es gab moderne Staubsauger zu sehen. Die Bergwacht zeigte, wie sie Menschen aus der Höhe rettet. Schulen informierten über ihr Ausbildungsprogramm, die Klinik Schongau über modernen Behandlungsmethoden. Beim Optiker konnte man die Augen und beim Akustiker die Ohren testen lassen. Dutzende Gewerke stellten sich, ihre Arbeit oder die Produkte zum Verkauf vor.

In Summe gab es auf der fünften Pfaffenwinkel Gewerbeschau in der Peitinger Eishalle für jeden etwas zu sehen.

„Da wär‘ ich nicht mal zur Hofausfahrt rausgekommen.“ Gerade eben ist Thomas aus dem Auto „ausgestiegen“ – nach seiner ersten Fahrt unter Alkoholeinfluss. Immer ein bisschen zu spät reagiert habe er, meint der 24-Jährige selbstkritisch, die Sicht sei eingeschränkt gewesen und alles habe sich so langsam bewegt. Natürlich ist der Altenstädter, der seit sechs Jahren unfallfrei Auto fährt, nicht wirklich betrunken am Steuer gesessen. Thomas saß in einem Simulator, den die Fahrschule Metzner aus Peißenberg der Verkehrswacht zur Verfügung gestellt hatte. Das Team um deren Vorsitzenden Werner Hoyer hatte die richtigen Brillen im Gepäck. Spezielle Brillen, die ihrem Träger vorgaukelten, betrunken zu sein.

0,8 Promille oder 1,3 – man habe die Wahl, so Renate Kirchbichler. Allein die Gläser aufzusetzen ist eine Herausforderung: Plötzlich geht man breitbeinig, wankt unwillkürlich – so als hätte man über den Durst getrunken.

Genau das möchte die Verkehrswacht: Aufrütteln, zeigen, dass es eben kein Kavaliersdelikt ist, mit Promille am Steuer zu sitzen. Anschnallen, ohne Alkohol und nicht zu schnell fahren, so lässt sich die Verkehrssicherheit fördern. Sicherheit will nicht nur die Verkehrswacht. Ihr gegenüber ist die Bayerische Polizei mit einem Stand und einem Blick in die Zukunft. Die ist blau, jedenfalls was die Bekleidung und Fahrzeuge der Ordnungshüter angeht – EU-blau. Es geht um die Ausbildung und den Arbeitgeber Polizei, während gleich nebenan die Prävention groß geschrieben wird: Wie sichere ich mein Haus gegen Einbrecher?

Interessierte gab es nahezu an jedem Stand, auch wenn am Nachmittag auf der Gewerbeschau nicht mehr so viel los war wie am Samstag- und Sonntagvormittag. Das schöne Wetter lockte die Menschen an die Seen, nicht in die Eishalle des ECP.

Dennoch nutzten die Besucher die Gelegenheit, sich zu informieren. Sei es über Heizsysteme, die Stromversorgung oder den Innenausbau mit schönen Fliesen, die Auswahl war groß. Ein kleines Abbild von sich selbst gefällig? Auf der Messe gab es zur Ansicht, was ab Herbst beim Heim- und Hobby-Bastelbedarf in Schongau erhältlich ist. Manche Aussteller nahmen wenig Platz in Anspruch, wie die Grafikdesignerin Sabrina Behnisch aus Schwabsoien oder der Förderverein Musik in Peiting e.V., wo Hans Piehler über die Möglichkeiten des „Peitinger Weges“ aufklärte.

Andere hatten für sich viel Platz reserviert, wie die Oberlandschulen mit ihrem umfangreichen Kursangebot. Das hatte zwei Seniorinnen aus Peiting neugierig gemacht. Man sei zwar schon etwas älter, lebe deswegen aber nicht hinter dem Mond. „Alles Neue interessiert uns“, erzählten die beiden. Das schulische Angebot ebenso wie die neuen Staubsauger. Früher habe man schwere unhandliche Teile hinterherziehen müssen, heute mache das ein kleiner, leiser, leichter Staubsauger. Innovationen, die man sehen kann, hatten ebenso ihren Platz wie Altbewährtes. Auf dem Freigelände stellten die Autohändler ihre Exponate aus. Die Besucher bevorzugten die kühlere Halle. Hier konnte man legal „betrunken Auto fahren“. Übrigens gab es da auch Fachvorträge zum Thema „Energieeffizienz und -optimierung“.

Von Oliver Sommer

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