Plädoyer für "Azubi-Akademie" – Gewerbeverband appelliert: Innerbetriebliche Zusatzausbildung forcieren

Im Weilheimer Jubiläumsjahr feiert auch der 1922 gegründete Gewerbeverband einen runden Geburtstag. Vor 50 Jahren trat der Ortsverband dem Deutschen Gewerbeverband bei. Dies wird mit einer Reihe von Maßnahmen und Veranstaltungen gefeiert.

Die Tagesordnung der Jahreshauptversammlung enthielt kürzlich die Neuwahl des Vorstandes, Mitgliederanträge und zwei Referate. Die Neuwahlen waren mit der Bestätigung der bestehenden Vorstandschaft schnell erledigt. Angedacht wurde eine Erweiterung durch Beisitzer. „Die derzeitigen vier Vorstandsmitglieder entsprechen nicht dem Gewicht und Beitrag des Ortsverbands. Es könnte ein falscher Eindruck in der Öffentlichkeit entstehen. Der Vorstand sollte dem breiten Branchenmix Rechnung tragen“, schlug Dr. Norbert Vidal nach einem ausdrücklichen Lob für die bisherige Arbeit vor. Neues gab es beim Vortrag des Bezirksgeschäftsführers Uwe Jennerwein zu erfahren, der über die Erfolge der vom Verband unterstützten „Azubi-Akademie“ referierte. Die Bildungseinrichtung läuft parallel zur Berufsschule zwei Mal im Monat und soll zu ihr keine Konkurrenz darstellen. Die zu unterrichtenden Themen kommen aus den Unternehmen und sollen ihnen als auch den Auszubildenden nutzen. Für die Betriebe ist die Maßnahme kostenfrei, sie sollen sich aber mit ihrem Fachwissen und geeigneten Referenten einbringen. Vor drei Jahren gegründet, floriert die mit der jeweiligen Wirtschaftsförderung zusammenarbeitende „Azubi-Akademie“ in den benachbarten Landkreisen Landsberg und Starnberg mit gutem Erfolg. Weitere wollen sich anschließen, wie Jennerwein berichtete. In Weilheim soll die Maßnahme im Herbst beginnen. Auf der Internetseite www.bds-azubiakademie.de können sich interessierte Betriebe vorab ein Bild verschaffen. Fortsetzen will der Ortsverband bewährte Veranstaltungen, wie die Französische Woche. Sie sollen durch interne Vortragsabende zu aktuellen Wirtschaftsthemen ergänzt werden. Sorgen bereitet den Unternehmen weniger die aktuelle Eurokrise als der erhebliche Fachkräftemangel in den Elektro-, Metall- und Gesundheitsberufen.

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