Plantsch-Badewelt startet in die Wintersaison

Neues Becken und mehr Spinde

+
So wird das neue Familienbecken im Plantsch aussehen.

Schongau – Dreieinhalb Wochen war die Badewelt im Plantsch wegen Revisionsarbeiten geschlossen. Ab dem morgigen Samstag, 8. Oktober, kann endlich wieder nach Herzenslust geplanscht werden. Nur die kleinen Badegäste müssen sich noch ein wenig gedulden: Das neue Familienbecken wird wohl erst Ende des Monats fertig.

Wer am Donnerstag durch die Badewelt im Plantsch schritt, dem durften durchaus Zweifel daran kommen, dass schon zwei Tage später wieder Gäste fröhlich in die Becken tauchen sollten. Überall wurde gearbeitet, Bereiche waren mit Flatterband abgesperrt, Handwerker gingen ein und aus. Inmitten all dem Trubel stand Andreas Kosian und schien Gedanken lesen zu können, als er lächelnd sagte: „Keine Sorge, wir machen definitiv am Samstag auf.“

Tatsächlich hatte der langjährige Badleiter schon so einige Revisionen mitgemacht, um sich seiner Sache in diesem Punkt sehr sicher sein zu können. Viel war am Donnerstag ohnehin bereits geschafft: Die Becken waren gereinigt und mit frischem Wasser befüllt, Die Wände wo nötig gestrichen. Die Beleuchtung im Schwimmerbecken und im Strömungskanal war erneuert worden. Im Gastraum der Gastronomie hatten Handwerker die Wände mit rustikalem Echtholz verkleidet, um eine angenehmere Atmosphäre zu schaffen. Auch im Saunaland, das bereits seit dem 24. September wieder geöffnet ist, gab es kleine Verbesserungen. So sind die Bänke in der Himalaya-Salzgrotte renoviert worden und das Dampfbad bekam eine neue Beleuchtung.

Mehr Spinde für Sauna-Gäste

An anderer Stelle wurde dagegen bis zuletzt fleißig gearbeitet. Eine große Baustelle war dabei der Bereich, in dem bislang die wenig genutzten Familienumkleiden untergebracht waren. Dieser soll nach dem Umbau dank Zugangskontrolle exklusiv Saunagästen als Umkleide dienen, die dort 75 zusätzliche Spinde vorfinden. „Die Schranksituation war früher schon nicht üppig, durch die Sauna-Erweiterung ist der Platz in den vergangenen Monaten sehr knapp geworden“, erklärte Kosian. Seit der Eröffnung im April sei die Zahl der Sauna-Gäste um 60 Prozent gestiegen. „Durch die Änderung sind wir für die Wintersaison jetzt gut gewappnet.“

Freuen dürfen sich auch die kleinen Badegäste. Sie bekommen ein neues Familienbecken. Grund dafür ist, dass das alte Becken undicht geworden war. Aufgefallen war dies, als im vergangenen Jahr der Brandschutz überprüft wurde. Dabei stellte man fest, dass Feuchtigkeit die Ummantelung der Lüftungsrohre, die unterhalb des Beckens verlaufen, beschädigt hatte. „Wir haben dann alles versucht, die undichten Stellen zu stopfen, mit dem Effekt, dass es immer schlimmer geworden ist“, erklärte Kosian. Es blieb daher nichts anderes übrig, als das Becken zu erneuern.

Positiver Nebeneffekt der rund 70 000 Euro teuren Investition: Das neue Familienbecken, das aus einer Glasfaserkonstruktion besteht, wartet mit zahlreichen Spielmöglichkeiten auf und ist sowohl größer als auch deutlich attraktiver als sein Vorgänger. Allerdings wird es bis zur Einweihung noch etwas dauern. Statt auf Estrich traf man unter dem alten Becken auf Stahlbeton, der erst mühsam abgetragen werden musste. „Das hat die Arbeiten um zwei Wochen zurückgeworfen“, erklärt der Badleiter, der mit einer Eröffnung Ende Oktober rechnet.

Auch einen Wunsch der Gäste hat Kosian in den vergangenen Wochen umgesetzt. In der Badewelt und auf der Sonnenterrasse steht künftig kostenloses Wlan zur Verfügung. Verschwinden werden dafür die beiden PCs, mit denen Gäste bislang im Netz surfen konnten. Diese seien zuletzt immer öfter beschädigt worden, berichtet der Badleiter. Zum Teil hätten sich auch Eltern beschwert, dass ihre Kinder statt zu schwimmen, nur vor den Computern gesessen seien, fügt er hinzu. „Jetzt sind die Eltern selbst verantwortlich, ob sie ihrem Kind ein Handy zum Surfen mitgeben.“

Wenig mitbekommen sollten die Badegäste dagegen von der teuersten Neuerung im Plantsch, so sie denn ordnungsgemäß funktioniert. Für 120 000 Euro wurde die komplette Gebäudeleittechnik erneuert, da das bisherige System nach zehn Jahren am Ende seines Lebenszyklus angekommen war. Die Anlage steuert unter anderem Lüftung, Licht, Badewassertechnik und die sanitären Einrichtungen und ist damit lebenswichtig für das Bad. „Ohne sie geht nichts“, so Kosian. Am heutigen Samstag muss sie sich zum ersten Mal im Ernstfall beweisen, wenn die Badewelt ihre Türen für die Wintersaison öffnet.

Christoph Peters

Meistgelesene Artikel

Interkommunales Thema?

Peiting – Es sei zwar kein „direktes Peitinger Thema“; aber die Marktgemeinde sei davon massiv betroffen: So äußert sich Bürgermeister Michael Asam …
Interkommunales Thema?

Auf frischer Tat ertappt

Schongau/Peiting – Waren da die gleichen Täter am Werk? Am Sonntagabend ist es der Polizei gelungen, einen Einbrecher in Schongau zu verhaften. Seine …
Auf frischer Tat ertappt

Ein Astra als Azubi-Lockvogel

Peiting – Ob das endlich die ersehnte Lösung bringt? Schon seit zehn Jahren hat die Peitinger Metzgerei Rohrmoser keine Lehrlinge mehr ausgebildet, …
Ein Astra als Azubi-Lockvogel

Kommentare