Politik lässt ihn nicht los – Peißenbergs Altbürgermeister Matthias Führler feiert 80. Geburtstag

Die Marktgemeinde liegt Altbürgermeister Matthias Führler immer noch am Herzen, genauso wie seine alte Grubenlampe (re.). Führler war in seinen beruflichen Anfangsjahren als Hauer im Bergwerk tätig. Foto: Jepsen

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BERNHARD JEPSEN; Peißenberg – „Mir geht es soweit ganz gut. Ich bin zufrieden“, antwortet Matthias Führler, wenn er nach seinem persönlichen Befinden gefragt wird. Der Altbürgermeister und Ehrenbürger des Marktes feierte kürzlich ein besonderes Jubiläum: Führler wurde 80 Jahre alt. Von 1972 bis 1990 saß Führler auf dem Chefsessel im Rathaus. In seine Amtszeit fielen unter anderem der Bau des Freibads sowie die Verhinderung der Müllverbrennungsanlage. Zudem galt es den örtlichen Strukturwandel nach der Bergwerksschließung in Peißenberg voranzutreiben. Aus heutiger Sicht ist Führler „sehr enttäuscht“ darüber, dass mit „Agfa“ nur einer von ursprünglich drei angesiedelten Großkonzernen Peißenberg die Treue gehalten hat: „Da sind Versprechen gebrochen worden, aber diese Art ist in der Wirtschaft offenbar so üblich“, bedauert Führler, der zwar nicht mehr in aktiver Funktion, deshalb aber nicht minder interessiert die aktuelle Gemeindepolitik verfolgt. Der Ehrenvorsitzende des SPD-Ortsvereins hofft darauf, dass auch im Zuge der neuen Unternehmensform „das wirtschaftliche Geschehen der Gemeindewerke offengelegt wird“. Zudem sei es unbedingt notwendig, die „Rigi-Rutsch´n“ als Familienbad zu erhalten: „Peißenberg hat sonst nicht so viel. Da braucht es etwas, was man herzeigen kann“, sagt Führler. Neben einer umweltangepassten Siedlungspolitik und einer guten wirtschaftlichen Entwicklung am Ort liegt dem ehemaligen Gewerkschaftssekretär Führler auch der Ausbau des schulischen Angebots am Herzen. Durch die Auslagerung von Weilheimer Klassen könnte schrittweise ein Gymnasialstandort in Peißenberg etabliert werden: „Das wäre für den Ort sehr wichtig“, ist der Jubilar überzeugt.

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