Preis geht an Andrea Kreipe – Publikum entscheidet sich für Werk der Böbinger Künstlerin

Dr. Tobias Güthner, Andrea Kreipe und Ragnhild Thieler (v.re.) bei der Ehrung des Publikumpreises und der Interpretation des Werkes durch Kreipe. Foto: Erhard-Kosian

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JEANETTE ERHARD-KOSIAN, Weilheim – Die Ausstellungsbesucher hatten im Stadtmuseum die Qual der Wahl, sich zwischen 13 Werken von neun Künstlern zu entscheiden. Die BildhauerInnen, die an der Ausschreibung des Georg-Petel-Preises für Kleinplastik teilgenommen hatten, waren aufgefordert, Interpretationen zum Thema „Ecce Homo“ zu finden. In der Finissage wurde das vom Publikum gewählte Werk „Lampedusa“ geehrt. Die Künstlerin Andrea Kreipe aus Böbing war sichtlich gerührt und erfreut, dass die Entscheidung auf ihr Glanzstück gefallen war. „Mit meiner Kunst wollte ich Hoffnung für ein besseres Leben ausdrücken. Die Flucht und der damit verbundene Neuanfang sollen durch das Boot symbolisiert werden“, so Kreipe. Die Materialien Holz und Blei seien gut überlegt gewesen. Das im Boot eingearbeitete Blei soll eine gewisse Schwere für den neuen Anfang zeigen. Von der Idee bis zur Fertigstellung dauerte es ein gutes halbes Jahr. Die Preisträgerin darf sich 2012 auf eine Einzelausstellung im Museum freuen. „Durch die große Anteilnahme haben wir gute Chancen auf eine Fortsetzung dieses Preises“, erklärte Kulturreferentin Ragnhild Thieler. „Es wäre schön, wenn wir in zwei bis drei Jahren anknüpfen könnten.“ Museumsleiter Dr. Tobias Güthner und Thieler waren schon im Vorfeld gespannt auf die Umsetzung des Themas. Die Jury hatte bereits ein ausgestelltes Werke ins Auge gefasst, das mit der Publikumswahl übereinstimmte. Der Georg-Petel-Preis für Kleinkunst wurde in Erinnerung an den in Weilheim geborenen Bildhauer, Elfenbeinschnitzer und Bossierer Georg Petel (1601-1634) verliehen.

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