Umwelt-, Kultur- und Sozialpreise

Mit Elan viel erreicht

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Haben Grund zum Strahlen: Die Empfänger der Umwelt-, Kultur- und Sozialpreise mit Bürgermeister Markus Loth (vo. mit Kette). Die Stadt vergibt die drei Ehrenpreise jährlich für besondere Verdienste. Die Preisträger erhalten eine Ehrenurkunde sowie ein Preisgeld von je 1 000 Euro.

Weilheim – In ihrer Schule achten sie darauf, dass Energie eingespart wird, wo es nur geht. Sie organisieren die Mülltrennung im Haus und sensibilisieren ihre Klassenkameraden zu umweltbewusstem Verhalten. 

Für ihre Aktionen bekam die AG 50/50 („fifty/fifty“) unter der Regie ihrer Lehrerin Gertrud Binz in der Weihnachtssitzung des Stadtrates den Umweltpreis 2013 überreicht.

Festlich und friedlich ist die Stimmung in der Jahresabschlusssitzung, die von der Städtischen Musikschule umrahmt wird. Statt brisanter Themen stehen die Empfänger der Ehrenzeichen und -preise im Mittelpunkt. „Wir wollen damit unsere Wertschätzung des Ehrenamtes und der dahinter stehenden Personen sowie unseren Respekt vor ihren Leistungen zum Ausdruck bringen“, leitete Bürgermeister Markus Loth die Sitzung ein.

Im Umweltschutz aktiv 

Aus Überzeugung und aufgrund ihrer langjährige Mitarbeit im AK „Energie und Klimaschutz“ der Agenda 21 hat Realschullehrerin Binz in AGs sowie für alle Klassen Leitbilder entwickelt. Bei Kollegen wie Schülern ist sie dabei auf offene Ohren gestoßen, sagte Loth. Das Ablegen gewohnter Verhaltensregeln spiegelt sich in der Energiebilanz des Gebäudes wider. Eigene Erhebungen in der Schule ergaben, dass trotz wachsender Schülerzahlen und zusätzlichen Elektrogeräten von 2004 bis 2010 rund 57 000 kWh elektrische Energie eingespart wurden. 

Mit ihren Projekten erzielte die Schule in verschiedenen Wettbewerben Erfolge. Unter anderem erhielt sie 2010 den Deutschen Klimapreis der Allianz Umweltstiftung. Die erhaltenen Preisgelder investiert die Schule in die Produktion von Solarstrom und in Energiesparmaßnahmen. Für die Verleihung des Weilheimer Umweltpreises seien aber nicht die bereits erhaltenen Auszeichnungen ausschlaggebend gewesen, sondern „das unermüdliche Engagement der Schule und von Frau Binz“, wie Loth betonte.

Schülercoaches wirken im Verborgenen 

Tatkräftig greift die im Jahre 2006 gegründete Gruppe der ehrenamtlichen Schülercoaches Kindern und Jugendlichen unter die Arme, um deren persönliche Entwicklung und gesellschaftliche Eingliederung zu unterstützen. Die erfahrenen Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Öffentlichkeit helfen mit, dass das Klassenziel erreicht, der Schulabschluss geschafft und anschließend eine geeignete Lehrstelle gefunden wird. „Sie sorgen dafür, dass Heranwachsende mit Schwächen individuell und gezielt gefördert werden und stärken den Dialog zwischen Jung und Alt“, dankte ihnen Loth. Die Coaches geben nicht Nachhilfe im klassischen Sinn, sondern „persönliche Zuwendung und Anleitung zum selbständigen, eigenverantwortlichen Arbeiten“. Hatten sechs Coaches anfangs sechs Teenager der Wilhelm-Conrad-Röntgen-Schule betreut, so ist die Nachfrage seither deutlich angestiegen. Mittlerweile werden bereits 42 Schülerinnen und Schüler von 37 Coaches begleitet.

„Wir blühen im Verborgenen“, ergriff Manfred Pfund für die Coaches das Wort, um ihren Partnern wie Lehrern und Förderern zu danken: „Ohne sie würde unsere Arbeit nicht funktionieren“, stellte Pfund fest und hofft, „dass noch weitere Coaches zu uns finden“.

Kulturpreis geht an die "Almdudler" 

Sie widmen sich in ihrer Freizeit mit Herzblut dem Theater und stemmen vom Bühnenbild bis zum Kartenvorverkauf alles aus eigener Kraft: Wenn die „Almdudler“ auf der Bühne stehen, wird die Hektik des Alltags für ein paar Stunden weggewischt. Es darf gelacht werden, da bleibt kein Auge trocken! Seit 20 Jahren erheitert die Laienspielgruppe ihr Publikum mit mittlerweile 18 Bühnenwerken. 

Wer erinnert sich nicht gern an Aufführungen wie „Watzmann“, „Es muss ja nicht immer Shakespeare sein“ oder „Pension Schaller“? Das Ensemble finanziert sich rein aus dem Kartenverkauf, verbliebene Einnahmen werden an wohltätige Organisationen gespendet. 

Dass die kreativen Laienspieler ihren Preis von Bürgermeister Loth nicht kommentarlos in Empfang nehmen wollten, war zu erwarten. Ihr Vertreter hatte seine Dankesworte anschließend geschickt in Versform verpackt und darin – sehr zur Erheiterung der Besucher – die Titel von bereits aufgeführten Theaterstücken eingebaut. So verriet er zum Schluss: „Von der Prämie machen wir uns jetzt alle ein schönes Wochenende. Wisst ihr wo? In der Pension Schaller....“

Von Maria Hofstetter

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