Puristische Einfachheit mit Ausstrahlung – Schreinerinnung stellt Gesellenstücke vor und zeichnet beste Absolventen aus

Die besten Absolventen der Schreinerinnung 2012 mit Kreishandwerksmeister Stefan Zirngibl und Juryvorstand Florian Klein (links), Innungsobermeister Anton Buchner, Dieter Trenkler (MCW) (rechts). Foto: Müller

Zwei Tage lang präsentierte die Schreinerinnung Oberland im Autohaus Medele die Gesellenstücke ihrer Absolventen 2012 dem Fachpublikum sowie der interessierten Öffentlichkeit. Am vergangenen Sonntag wurden der Innungssieger 2012 und die Preisträger des Wettbewerbs „Gute Form“ im Rahmen einer Feierstunde ausgezeichnet. Heuer stellten sich insgesamt 41 Teilnehmer der Prüfung. Davon bestanden 37.

Die Atmosphäre war festlich, das Publikum fachkundig und die Ausstellungsstücke – Schmuckkästchen, Raumteiler, Schreibtische, Sideboards – erklärten sich von selbst. Innungsobermeister Anton Buchner lobte die ausgestellten Möbel und deren Hochwertigkeit. „Sie sind zeitlos schön und eine Kombination hochwertiger Materialien mit immenser Ausstrahlung“, beschrieb er seine Eindrücke. Auch Kreishandwerksmeister Stefan Zirngibl zollte hohe Anerkennung. „Wenn ich diese herrlichen Formen sehe, bin ich ein bisschen neidisch auf die Schreiner. Bei uns wurden die Gesellenstücke auf Norm umgestellt. Diese Stücke hier sind nicht für 19,90 Euro zu haben und nur mit qualifiziertem Nachwuchs möglich. Ich gratuliere Ihnen“, sagte Kreishandwerksmeister Zirngibl, der im zweiten Teil seiner Ansprache das Handwerk als Karrieresprungbrett mit vielen Möglichkeiten bezeichnete. Sehr gute Leistungen bescheinigte der Juryvorsitzende des Wettbewerbs „Gute Form“ Florian Klein den diesjährigen Preisträgern. „Gestaltung und Form werden bei Kaufentscheidungen immer wichtiger und die Absolventen darauf vorzubereiten ist Sinn unseres Wettbewerbs. Wir haben ihre Bemühungen, ihren Ehrgeiz, aber auch ihre Schwierigkeiten gesehen. Letztlich entscheidet die puristische Einfachheit“, erklärte er. Die Jahrgangsbesten der Schreinerinnung Oberland Mit einem Notendurchschnitt von 1,9 (Theorie) und 1,4 (Praxis) wurde Martin Gailer aus Raisting (Ausbildungsbetrieb Schreinerei Schlögel und Flinsbach in Weilheim) Innungssieger. An seinem Gesellenstück arbeitete der 18-Jährige rund 86 Stunden. Ob er am Landeswettbewerb der bayerischen Innungssieger teilnimmt, will er sich noch überlegen. Preisträger im Wettbewerb „Gute Form“ wurden Melanie Pfeuffer aus Schongau und Quirin Muschler aus Hohenpeißenberg. Beide erhielten für ihre Arbeiten Belobigungen.

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