Raus mit den Lkw – Nach Unfall: Oberhausen fordert Konsequenzen

Nach dem schlimmen Unfall auf der Dorfstraße sehen die Bürger das Landratsamt in der Pflicht: Lieselotte Bauer-Mayr (2.v.re.), Initiatorin der Unterschriftenaktion, Ursula Krötz und Bürgermeister Georg Sterzer (li.) im Gespräch mit Landrat Dr. Friedrich Zeller. Foto: Hofstetter

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MARIA HOFSTETTER; Weilheim – Eine kleine Delegation aus Oberhausen sprach am Montag bei Dr. Friedrich Zeller vor. Lieselotte Bauer-Mayr, Ursula Krötz und Bürgermeister Georg Sterzer übergaben dem Landrat eine Liste mit 345 Unterschriften. Deren Unterzeichner drängen auf eine Sperrung der Dorfstraße für den Schwerlastverkehr über 7,5 Tonnen und eine Tempo 30-Zone im Bereich der Kinderkrippe. Nach dem tragischen Verkehrsunfall am 10. Mai, bei dem ein siebenjähriger Bub mit seinem Fahrrad auf der Dorfstraße unter den Hinterreifen eines Lkw geraten und an den Unfallfolgen verstorben war, werden die Forderungen im Ort nach einer Verkehrsberuhigung lauter. „Die Bürger haben Angst, dass die Sache ausgesessen wird und wieder nichts passiert“, schilderte Bauer-Mayr die Stimmung. Bürgermeister Sterzer erinnerte daran, dass schon bei der Dorferneuerung vor über zehn Jahren ein Zebrastreifen auf der Dorfstraße angeregt worden war, doch das für die Kreisstraße WM 15 zuständige Landratsamt habe nicht reagiert. Auf der teils engen, unübersichtlichen Dorf- und Bahnhofstraße sind täglich 4 500 Fahrzeuge unterwegs. Hinweisschilder auf der B472 bei Peißenberg sollen den Schwerlastverkehr auf der Umfahrungsstraße lenken und aus Oberhausen fernhalten, „damit so ein Unfall nicht noch mal passiert“, wie Sterzer betonte. Das Landratsamt, entgegnete Zeller, müsse das Unfallgutachten abwarten, das die Staatsanwaltschaft noch nicht herausgegeben hat. Sobald dieses vorliegt, versprach der Landrat, werden die zuständigen Behörden beraten, ob sich daraus für die Verkehrsführung in Oberhausen Änderungen ergeben. „Wir brauchen Fakten“, sagte der Landrat und gab zu bedenken, dass gegen eine Anordnung des Landkreises auch jederzeit geklagt werden könne. Einen Zebrastreifen bei der Kinderkrippe hält Zeller für fraglich, da die Kinder laut Rechtssprechung bis zum Eingang gebracht und dort wieder abgeholt werden müssen.

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