Weilheimer starten Bürgerbegehren

Rettung für das "Schildbürger"?

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Ullrich Klinkicht (li.) und Bela Rieger sammeln Unterschriften, damit im Haus in der Admiral-Hipper-Straße 18 weiterhin Gastronomie betrieben werden kann.

Weilheim – Das „Schildbürger“ soll geschlossen werden, zumindest wenn es nach der Stadt geht. Die möchte nämlich, dass die „Weilheim Info“ dort einzieht. „Für die Stadt ist es die bequemste Lösung“, glaubt Ullrich Klinkicht. 

Er und etwa zehn Mitstreiter starten nun ein Bürgerbegehren (wir berichteten). Für eine „gastronomische Nutzung in gegenwärtigem Umfang“ in dem Gebäude in der Admiral-Hipper-Straße 18, das der Stadt gehört, sollen die Bürger unterschreiben. „Der Bürger zahlt, also soll er auch entscheiden“, findet Klinkicht. Er sieht in der geplanten Schließung keine Sach-, sondern eine politische Entscheidung.

„Wir wollen gegen niemand kämpfen“, erklärt Mitinitiator Bela Rieger. „Das Bürgerbegehren geht nicht gegen den Stadtrat“, betont er. Dennoch beklagen die beiden Weilheimer, die selbst seit ihrer Jugend gerne ins ehemalige „Luckerbräu“ gehen, dass die Bürger bezüglich des Rathausumbaus und den damit einhergehenden Entscheidungen zu wenig informiert und einbezogen wurden. „Es ist Sache der Stadt, auf die Bürger zuzugehen“, sagt Klinkicht.

Um viele Weilheimer zu erreichen, wollen sie nun in Sachen „Schildbürger“ aufklären. „Die nächsten Wochen geben wir Vollgas“, sagt Klinkicht. Am heutigen Samstag steht von 9 bis 13 Uhr ein Infostand am Marienplatz. Die Listen zum Unterschreiben werden in mehreren Geschäften ausliegen, weitere Aktionen und eine Homepage sind geplant. 

„Es geht uns um die Historie. Wir wollen die Gastronomie und die Lebendigkeit beibehalten“, hofft Rieger, genügend Weilheimer mobilisieren zu können. Acht Prozent der Wahlberechtigten Weilheimer müssen unterschreiben.

Von Ursula Gnadl

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