Rund 800 Besucher bei Konzert der Big Band in der Weilheimer Stadthalle

Junge Jazz-Virtuosen

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Arthur Lehmann (links) leitet seit 29 Jahren die Big Band des Weilheimer Gymnasiums.

Weilheim – Drei Streicher und ein junger Mann mit Ukulele erschienen am Samstagabend im Spot der Stadthalle. Sollte dort nicht eigentlich die Big Band spielen? Im Publikum skeptische Blicke. Als dann aber Trompeten und Saxophone einsetzten und schließlich Arthur Lehmann die Bühne betrat, war schnell klar: Die Vier gehören zur Big Band und beherrschen mehr als nur ein Instrument hervorragend.

Als „musikalisches Highlight des Frühlings“, kündigte Schulleiter Hermann Summer die 67 jungen Musiker an und war mit dieser Meinung wohl nicht alleine: Nahezu ausverkauft war die Stadthalle mit rund 800 Besuchern. Die bekamen dann nicht nur eine Big Band, sondern gleich drei und als Schmankerl obendrauf noch eine Combo zu hören.

Ob Hits wie „Ain‘t she sweet“ und „I get a kick out of you“ oder Kompositionen von ehemaligen Mitgliedern wie Martin Ostermeiers „Bonbones“ – Lehmann schafft es auch nach 29 Jahren als Leiter noch, die Big Bandler zu Höchstleistungen anzutreiben.

Doch auch der Nachwuchs zeigte, dass er schon einiges drauf hat. Obwohl nur zu acht, spielten die Kinder der „Junior Big Band II“ souverän – auch als die Technik streikte und der Bass nicht zu hören war. Nach ein paar gekonnten Handgriffen von Lehmann war das Problem aber behoben und die Fünft- und Sechstklässler durften von vorne beginnen.

Dass wie jedes Jahr begnadete Musiker aufhören, wurde vor allem bei den gefühlvollen Soli von Antonia Hager und Lina Schreiber in der zweiten Hälfte des Abends deutlich. Zum Abschied dabei hatten die sieben Abiturienten dann nicht nur Geschenke für Lehmann, Klaus Ostermeier – dessen obligatorischer Witz nicht fehlen durfte – und Lehrer Stephan Kastner. Auch die Big Band wurde von den Zwölftklässlern bedacht. Sie bekam neue Noten-Ordner, da die alten ihre besten Tage längst hinter sich haben, inklusive Noten-Sortierservice und einer Playlist mit den Liedern, die zum ständigen Repertoire gehören.

Die Nachfolge der Abiturienten ist aber gesichert, wie die „Junior Big Band“ bewies. Bei vier Liedern trumpfte auch sie mit Präzision und tollen Solisten auf.

Nach zwei Stunden Spielzeit, die launig von Michael Heidenreich moderiert wurden, hatte das Publikum noch immer nicht genug. Der anhaltende Applaus wurde dann auch mit drei Zugaben belohnt.

Von Ursula Gnadl

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