Salzsilo oder Salzlager?

Soll noch in diesem Jahr umgebaut werden: Der Penzinger Bauhof. Foto: Osman

Der Penzinger Bauhof soll noch in diesem Jahr saniert und umgebaut werden. Bürgermeister Johannes Erhard stellte jetzt im Gemeinderat erste Planungsentwürfe vor. Einer der wichtigsten Diskussionspunkte dabei war die Frage, ob die Gemeinde sich ein Salzsilo leisten soll, in dem sie das gesamte Streusalz für einen Winter unterbringen kann, oder man es bei einem kleineren, ebenerdigen Salzlager belässt. Zur Debatte steht außerdem, ob auf dem Dach des Bauhofes eine Photovoltaikanlage installiert werden soll.

„Der Umbau ist mehr als notwendig“, betonte Erhard. Der zweite Bürgermeister Manfred Schmid plädierte deshalb dafür, „lieber etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen“ und nicht an der falschen Stelle zu sparen. „Die Maßnahme ist im Haushalt vorgesehen und sollte heuer komplett fertiggestellt werden“, so Schmid. Er sprach sich sowohl für eine Photovoltaikanlage als auch für ein Salzsilo aus. „Das ist heutzutage Standard.“ Im Silo ließen sich 100 Tonnen Streusalz lagern, die bereits im Sommer für eine ganze Saison im Voraus günstig eingekauft werden könnten. „Bis jetzt müssen wir im Laufe eines Winters mehrmals nachkaufen, und zwar zu Preisen, die um das Vier- bis Fünffache höher sind als im Sommer“, erklärte Bürgermeister Erhard. Die Beladung der Streufahrzeuge könne vom Silo aus schnell und einfach von oben erfolgen. Problematisch sind allerdings die vorgeschriebenen Grenzabstände zum Nachbargrundstück, die bei zwölf Metern Höhe mindestens sechs Meter betragen müssten. Um dies zu gewährleisten, müsste ein Holzschuppen auf dem Grundstück abgerissen werden. Die Kosten für das Silo bezifferte Erhard auf rund 65000 Euro. Den Umbau des Gebäudes schätzt die Verwaltung auf rund 280000 Euro. Hier liegen zwei Varianten auf dem Tisch, die sich hauptsächlich in der Anordnung der Räumlichkeiten unterscheiden. Zwei Varianten Variante 1 sieht im Erdgeschoss ein Büro sowie einen Umkleideraum und sanitäre Anlagen vor, während im Obergeschoss ein Pausenraum und weitere Umkleidemöglichkeiten sowie ein zweites WC – für eventuelles weibliches Personal - eingerichtet werden sollen. Bei Variante 2, die Erhard und die Verwaltung bevorzugen, liegen Büro und Pausenraum nebeneinander im Erdgeschoss. „So könnte das Telefon bedient werden, selbst wenn die Mitarbeiter gerade Pause machen“, erklärte der Bürgermeister. Im hinteren Bereich des Gebäudes sollen eine Werkstatt, ein Lagerraum un zwei Maschinenhallen entstehen. Die Entwürfe sollen jetzt weiter ausgearbeitet und dann dem Gemeinderat wieder vorgelegt werden.

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