2013 ist der Altbau dran

Generalsanierung der Mittelschule: Stille Örtchen werden von Grund auf erneuert

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Frisch saniert hebt sich der Langbau (li.) der Weilheimer Mittelschule auch optisch deutlich vom Altbau ab, der heuer modernisiert wird. Foto: Hofstetter

Weilheim – Der Langbau der Mittelschule entlang der Röntgenstraße ist weitgehend saniert. Heuer ist der Altbau an der Reihe. Im dritten Bauabschnitt ist dann 2014 ein Erweiterungsbau vorgesehen, für den jetzt die Genehmigungsplanung in Auftrag gegeben wurde. In der jüngsten Stadtratssitzung stand auch die Entscheidung darüber an, ob die Sanitäranlagen in den beiden Gebäudeteilen in die Generalsa- nierung integriert werden sollen. Ja, befand das Gremium einstimmig.

„Die Toiletten sind in einem denkwürdigen Zustand“, schilderte Fritz Weinberger (Architekturbüro Weinberger & Anderl, Schongau) die Situation. Bei einer Ortsbesichtigung und der Ausführung von Sanierungsarbeiten habe sich herausgestellt, dass die 70 Jahre alten Grundleitungen im Zu- und Ablaufbereich stark korrodiert sind. WC-Anlagen für Mädchen und Buben soll es künftig in jedem Stockwerk geben, ebenso getrennte Toiletten für die Lehrkräfte. Rollstuhlfahrer, gab der Architekt zu bedenken, müssen derzeit in dem Schulhaus oft einen langen Weg zur einzigen behindertengerechten Toilette bei der Turnhalle zurücklegen. Im Zuge der Generalsanierung könnte jetzt im Langbau ein zweites rollstuhlfahrergerechtes WC eingerichtet werden, schlug der Architekt vor. Für die Generalsanierung der Mittelschule sind Kosten in Höhe von 2,9 Mio. Euro veranschlagt; der Freistaat steuert 1,4 Mio. Euro Zuschuss bei. Um die Mankos in den stillen Örtchen zu beheben, kommen noch 300 000 Euro dazu, rechnete Weinberger den Stadträten vor. Ein „sehr hoher Anteil“ der Baumaßnahme wird nach Auskunft des Architekten über Labo- und KfW-Kredite äußerst günstig finanziert. Platz schaffen für Musik- und Werkunterricht Weitere 970 000 Euro werden für einen Erweiterungsbau im Bereich des Pausenhofs (Osteingang) fällig, der nächstes Jahr in Passivhausbauweise erstellt werden soll. Im Neubau ist dann Platz für zwei Werkräume, einen dringend benötigten Musikraum, ein Besprechungszimmer sowie Nebenräume. Die Heizungsanlage der Mittelschule wurde, wie berichtet, an die Zentralheizung des benachbarten Krankenhauses angeschlossen. „Wir nutzen die Abwärme des dortigen Blockheizkraftwerkes“, erklärte Weinberger das Nahwärmekonzept. „Wer die Schule kennt, weiß, dass viel saniert werden muss“, bezog Schulreferent Klaus Gast Stellung und verwies auf die günstigen Baukredite, ohne die das Vorhaben für die Stadt wohl nicht zu stemmen wäre.

Von Maria Hofstetter

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