Schnellere Hilfe bei Schlaganfall – Weilheimer Krankenhaus im Projekt "Tesaurus" mit Augsburger Schlaganfallstation vernetzt

„Tesaurus“ nennt sich das neue Projekt, dem sich das Krankenhaus Weilheim kürzlich anschloss, um die Versorgung von Schlaganfallpatienten zu optimieren.

„Mit dem Anschluss an das Netzwerk der Schlaganfallstation in Augsburg können wir den Patienten jetzt ein Rund-um-Paket mit maximaler Versorgungsmöglichkeit bieten“, erklärte Dr. Andreas Knez, Chefarzt der Inneren Medizin im Krankenhaus Weilheim. Zwar habe schon vorher eine enge Zusammenarbeit mit der sogenannten Augsburger Stroke Unit stattgefunden, da im Weilheimer Haus keine Neurologen verfügbar sind. „Doch jetzt ist das kein Porblem mehr“, freute sich Knez mit Dr. Holger Braun, Oberarzt der Kardiologie und Mitinitiator dieses Projektes. Mit Hilfe einer hochmodernen und an einem Computer installierten Kamera wird binnen weniger Momente über das Internet eine Videokonferenz mit Augsburg hergestellt. „Der Neurologe hat von dort aus die Möglichkeit, sich ein Bild unseres Patienten zu machen, weil er die Kamera steuern, mit ihm sprechen und bei der gestochen scharfen Bildübertragung sogar Pupillenreaktionen warnehmen kann“, führte Braun vor. „Sowas können eigentlich nur große Häuser anbieten“, hob Knez die Großartigkeit des Netzwerkes hervor, deren Technik ständig geprüft wird. Bei etwa 250 Schlaganfallpatienten pro Jahr in Weilheim, die die Symptome oft viel zu spät erkennen, verschaffe das Netzwerk, das rund um die Uhr aktiv sei, einen großen Vorteil, da Diagnosen schneller gestellt und Verlegungen rascher organisiert werden könnten, so die Ärzte, „denn je mehr Zeit, desto besser die Chancen.“

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