Schongauer Arbeitsagentur offiziell eingeweiht

Endlich alles unter einem Dach

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Robert Diesner (2. v. li.) und Andrea Olschewski-Schmitt (3. v. li.) gewährten beim Rundgang Bürgermeister Falk Sluyterman (li.) und Landrätin Andrea Jochner-Weiß (re.) sowie den übrigen Gästen Einblick in die neuen Büros.

Schongau – Seit gut sechs Wochen haben die Arbeitsagentur und das Jobcenter in den Meisenhöfen an der Markt­oberdorfer Straße eine neue gemeinsame Bleibe gefunden. Am Dienstag fand die offizielle Einweihung der Einrichtung statt.

„Was lange währt, wird endlich gut“: Selten hat ein Sprichwort so gut gepasst wie in diesem Fall. Kein Wunder war es daher, dass nicht nur Landrätin Andrea Jochner-Weiß es als Einstieg für ihr Grußwort wählte, sondern auch der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, Michael Schankweiler. Denn mit dem Bezug der neuen Räume in den Meisenhöfen endete Ende April eine sieben Jahre lange Odysee der Arbeitsagentur in Schongau.

Begonnen hatte sie 2009, als das bis dahin genutzte Gebäude an der Leithe einem Brand zum Opfer fiel. Für einige Monate zog die Geschäftstelle nach Weilheim um, ehe die Stadt Schongau das ehemalige Gesundheitsamt in der Liedlstraße als Übergangslösung zur Verfügung stellte. Der Platz reichte allerdings nicht für das Jobcenter, das deshalb Räume in der Christophstraße bezog. Was als Provisorium gedacht war, wurde zur dauernden Bleibe. Denn Pläne für einen Neubau in der Liedlstraße und zuletzt an der Bahnhofstraße scheiterten. Ende 2015 schließlich entschied man sich überraschend für die Meisenhöfe der Baufirma Haseitl. „Wir brauchten eine schnelle Lösung“, sagte Schankweiler.

Das die Entscheidung nicht nur schnell, sondern auch gut war, zeigt sich bei einem Rundgang durch die neue Bleibe. Großzügige Empfangsbereiche, dahinter moderne und helle Büros für die Mitarbeiter, alles untergebracht auf drei Stockwerken und rund 600 Quadratmetern: Nichts erinnert mehr an die beengten Verhältnisse im alten Gebäude. Trotz der Lage im Schongauer Westen sei die Anbindung dank Stadtbus gut. Vor dem Gebäude stünden zudem zehn Parkplätze für Besucher zur Verfügung. „Bei den Kunden kommen die neuen Räume gut an“, berichtete Schankweiler stolz.

Das konnten auch Robert Diesner und Andrea Olschewski-Schmitt bestätigen. Der Geschäftsstellenleiter der Arbeitsagentur in Schongau und die Geschäftsstellenleiterin des Jobcenters sitzen seit dem Umzug unter einem Dach, wenn auch auf verschiedenen Stockwerken. Dass beide Einrichtungen nun vereint in einem Gebäude sind, hat für sie viele Vorteile. So haben sich die kürzeren Dienstwege bereits in den ersten Wochen positiv bemerkbar gemacht. „Und auch für den Kunden ist es viel besser, wenn er alles unter einer Anschrift findet“, betonte Diesner. Dass der Umzug reibungslos binnen zwei Tagen über die Bühne ging, sei auch den eigenen, insgesamt 20 Mitarbeitern zu verdanken, hoben beide hervor. „Alle haben fleißig mit angepackt.“ Nur der Abschied aus der Altstadt, der sei so manchem schwer gefallen.

Natürlich, das wollte Schongaus Bürgermeister Falk Sluyterman in seinem Grußwort gar nicht verhehlen, wäre auch ihm ein Verbleib der Arbeitsagentur im Herzen Schongaus lieber gewesen. Entscheidend jedoch sei, dass die Einrichtung überhaupt in der Lechstadt verbleibe, betonte er. „Zwei Dienststellen in einem Landkreis sind nicht selbstverständlich.“

Zum Einstand überreichte das Stadtoberhaupt einen Wandteller mit dem Wappen der Stadt und auch die Landrätin war nicht mit leeren Händen gekommen. Von ihr gab‘s das Landkreis-Wappen als Geschenk.

Christoph Peters

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