Neuer Vorsitzender gewählt

Schongauer Feuerwehr: Auf Wasl folgt Mahl

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Schongaus Bürgermeister Falk Sluyterman, Jugendwart Armin Habath, Hubert Wasl, der bisherige Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Revisor Michael Kaiser, zweiter Vorsitzender Robert Wölfle, Kassier Christian Birke und der neu gewählte Vorstand Daniel Mahl (v. li.).

Schongau – Zwölf Jahre sind genug: Bei der Jahresversammlung der Schongauer Feuerwehr stellte sich der Vorsitzende Hubert Wasl nicht mehr zur Wahl. Mit großer Mehrheit kürten die Mitglieder den 29-jährigen Daniel Mahl zu seinem Nachfolger. Es ist nicht die einzige Änderung in der Vorstandschaft.

Neben Wasl kandidierte auch Schatzmeisterin Manuela Bednarski, die zum Jahresende 2015 von einem Kassenstand mit 36 500 Euro berichtete, nicht mehr für ihr Amt. Für beide mussten Nachfolger im Verein gefunden werden, der laut Wasl aktuell 159 Mitglieder hat. Davon sind 78 Aktive und 13 Jugendliche; zudem gibt es passive und fördernde Mitglieder.

Hubert Wasl (64) war als Vorsitzender zwölf Jahre im Amt. Der Wehr gehört er seit 2014 an. Aus den Händen von Bürgermeister Falk Sluyterman konnte er die silberne Ehrenmedaille der Stadt Schongau entgegennehmen. Die gleiche Auszeichnung erhielt auch Robert Wölfle. Der 57-Jährige ist seit vier Jahrzehnten n der Wehr und einer der Zugführer bei den Aktiven.

Top Ergebnis für Mahl

Mit einem großen Vertrauen ausgestattet wurde Daniel Mahl: Bei der Neuwahl des Vereinsvorsitzenden – das Amt ist getrennt von der Aufgabe des Kommandanten – erhielt er in geheimer Wahl 65 von 70 Ja-Stimmen. Mahl ist 29 Jahre, seit 2008 bei der Feuerwehr, spielt in der Stadtkapelle Trompete und ist beruflich Automobilkaufmann Neuer Kassier ist Christian Birke. Robert Wölfle bleibt stellvertretender Vorsitzender. Gewählt wurden auch zwei Mannschaftsvertreter. Unter vier Vorschlägen erhielten Simon Fahnenschmidt und Andre Lehmann die meisten Stimmen. Hubert Wasl ist der neue Passivenvertreter, Michael Kaiser und Eberle sind Kassenprüfer.

Auf der Jahresversammlung berichteten Kommandant Werner Berchtold und Schriftführer Andreas Mock (beide standen nicht zur Wahl) von 124 technischen Hilfeleistungen, 46 Brandeinsätzen und zwölf sonstigen Alarmierungen beziehungsweise Einsätzen. Kommandant Berchtold gliederte den Tag in vier Zeitzonen und stellte dabei fest, dass letztes Jahr allein 84 der 182 Einsätze zwischen Mittag und 18 Uhr zu verzeichnen waren.

Fazit Jubiläumsfest

Natürlich war auch das große Fest zum 150-jährigen Jubiläum Thema an diesem Abend. Man habe sich im Verein das Ziel gesetzt, es mit „plus/minus Null“ abzuschließen. „So wird’s auch sein“, erklärte Wasl. Eine Zahl nannte er – auch auf Nachfrage der Redaktion – nicht. Er verweist darauf, dass noch einige Rechnungen offen seien. Der Festausschuss, den Robert Wölfle geleitet hat, wird noch eine Sitzung halten. Dies sei erst dann der Fall, wenn die letzte Rechnung auf dem Tisch liege. Danach erfolge die Auflösung, sagte Wasl, der allen Helfern in und außerhalb der Schongauer Wehr für den „nervenaufreibenden und kräftezehrenden Einsatz“ dankte. Es wird noch ein Helferfest folgen. Das ist dann aber Sache der neugewählten Vorstandschaft.

Finanziell hat sich am Festwochenende vor allem der Auftakt mit der Kapelle „Dreisam“ wegen des schwachen Besuchs negativ auf die Kasse ausgewirkt. Ein voller Erfolg sei der Kabarettabend am Samstag gewesen. „Unter die Haut gegangen“ sei, so Hubert Wasl im Rückblick, die Messe mit der Fahnenweihe. Beim Festzug hätten die Teilnehmer mit 75 Zugnummern „ein wunderbares Bild“ abgegeben – eine Einschätzung, die in den letzten Wochen von vielen Seiten zu hören war.

Auch Kreisbrandinspektor Ludwig Fernsemmer (Peiting) resümierte: „Es war wirklich ein grandioses Fest und ein Umzug, der seinesgleichen gesucht hat. Das 150-jährige Jubiläum sei „beste Öffentlichkeitsarbeit im Sinne der Feuerwehren“ gewesen, wenn er z.B. an den Festabend im Pfeiffer-Haus, an die Ausstellung im Ballenhaus, an die Fahrzeugschau und vor allem an den Festzug denke.

Gedenktafel enthüllt

Die Jahresversammlung war auch der Rahmen, eine Gedenktafel für Paul Wolf zu enthüllen, der 2010 verstarb und mit Leib und Seele Feuerwehrmann war. 1941 trat er in die Wehr ein. 1986, als er 60 Jahre wurde, war das kein Grund, sich zur Ruhe zu setzen. „Im Gegenteil, da legte er erst richtig los“, kommentierte der bisherige Vorsitzende Wasl. Wolf war in der Schongauer Wehr der erste Vereinsvorsitzende, der nicht zugleich Kommandant war. Ihm zu Ehren haben Mona Weckbecker, sie ist die Großnichte, und ihre „Mentorin“ Manuela Dreher eine Gedenktafel gestaltet, die im Feuerwehrhaus einen würdigen Platz erhält.

Johannes Jais

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