"Sind nicht handelsfeindlich" - BfW-Fraktionschef Vidal rechtfertigt Anheben der Parkgebühren in Weilheim

Traten beim Empfang am 11. Januar gut gelaunt vor die Kamera: V. li. BfW-Fraktionschef Dr. Norbert Vidal, Gastredner Karlheinz Rauh, Bürgermeister Markus Loth und BfW-Vorsitzender Michael Rottmann. Foto: Hofstetter

Die zum 1. Januar erhöhten Parkgebühren in der Stadt und der seither für Nutzer kostenpflichtige „Park & Ride“-Platz Am Öferl haben in der Bevölkerung eine Welle der Entrüstung losgetreten. Im Rathaus gehen viele Beschwerden ein. Fraktionssprecher Dr. Norbert Vidal führte den Gästen des BfW-Neujahrsempfanges vor Augen, warum dieser „wohl überlegte Schritt in vieler Hinsicht Sinn macht“.

Vidal schmetterte bei dem mit Musik und feinen Häppchen ausgerichteten Empfang im Pfarrheim „Miteinander“ die Kritik eines Bürgers ab, der Stadtrat würde mit seiner Entscheidung, die Parkplatzgebühren zu erhöhen, die Innenstadt ruinieren. „Unser Haushalt erlaubt es nicht, dass wir öffentliches Parken in der Tiefgarage mit jährlich 170 000 Euro subventionieren“, verwies Vidal auf das knappe Finanzbudget. Der Handel lebe auch von einer „top-sanierten Altstadt“. Gewerbetreibenden, die befürchten, dass jetzt Kunden wegen 50 Cent Parkgebühr fern bleiben, empfahl er, ihnen diese Gebühren rückzuerstatten, wie dies einige Händler bereits praktizieren. Die Kundenbindung sei Aufgabe des Handels, nicht der Kommune, differenzierte Vidal, der die Meinung vertrat, dass die Bürger in Pöltner-, Hof- und Admiral-Hipperstraße das „verkehrsberuhigte Genießen“ einem Park-Suchverkehr vorziehen würden. Beeindruckt von den Ausführungen des Bürgermeisters, der in seiner Rede auf Maßnahmen zum Klimaschutz einging, zeigte sich Karlheinz Rauh, als er die Energiewende Oberland (EWO) vorstellte. Rauh führt in der Bürgerstiftung, der sich neben den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach auch Weilheim-Schongau sowie die Stadt Weilheim angeschlossen haben, den Vorsitz im Stiftungsrat. Bis 2035, so das Ziel der EWO, sollen die drei Landkreise energieautark sein. Dies sei laut Rauh möglich, „wenn wir selbstgenügsam werden, alle Ressourcen erneuerbarer Energien nutzen und unseren Energiebedarf um mindestens ein Drittel, besser wäre die Hälfte, reduzieren“. Für entscheidend hält Rauh neben der Energieeinsparung das Steigern der Energieeffenz. Bei letzterer seien alle Bürger gefordert. Wer sich ehrenamtlich am Aufbau des bürgerschaftlichen Netzwerkes beteiligen möchte, erhält Infos unter: www. energiewende-oberland.de.

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