Stadt Schongau setzt Wunsch um

Mehr Parkplätze am Marienplatz

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Hier darf künftig offiziell geparkt werden.

Schongau – Seit Ende Juni die Fußgängerzone am Schongauer Marienplatz eröffnet wurde, werden in den umliegenden Geschäften fleißig Rückmeldungen gesammelt. Eine erstes Zwischenfazit veröffentlichte die Stadt bereits nach einer Woche, jetzt hat Wirtschaftsförderin Yvonne Voigt die „Kummerkästen“ erneut ausgewertet. Erste Konsequenz: Die Zahl der Parkplätze am Marienplatz wurde aufgestockt.

Die Bilanz, die Voigt im Bauausschuss zog, klang durchaus positiv. Demnach finden 21 Prozent der insgesamt 148 Personen, die ihre Meinung in den Kummerkästen kundgetan haben, die Fußgängerzone uneingeschränkt positiv, 18 Prozent finden sie gut, haben aber Wünsche. 34 Prozent haben keine Bewertung abgegeben, sondern nur Wünsche geäußert. Negativ sehen nur 13 Prozent die Fußgängerzone, elf Prozent bewerteten gleich die gesamte Altstadt negativ. 13 Prozent beklagen sich über zu wenig Parkplätze, während acht Prozent befürchten, dass die Fußgängerzone Nachteile fürs Gewerbe und den Einkauf bringe.

Interessant war die Liste an Wünschen, die eingereicht wurden. Sie reichen von mehr Grün, der Erweiterung der Lieferzeiten, mehr Sauberkeit, mehr Spielmöglichkeiten bis zur Freigabe der Fußgängerzone für Radler. Immerhin zehn Prozent können sich sogar eine Erweiterung der Fußgängerzone vorstellen.

Ganz oben freilich steht der Wunsch nach mehr Kurzzeitparkplätzen am Marienplatz. Immerhin 37 Prozent plädieren dafür. Da sich auch Gewerbetreibende in dieser Richtung bereits geäußert hätten, schlug Voigt vor, vor der Alten Post drei weitere Parkplätze auszuweisen. „Das wäre nicht störend.“ Zumal dort bereits jetzt geparkt werde, wie Bürgermeister Falk Sluyterman ergänzte. „Das Halten ist in dem Bereich ja erlaubt.“ Damit käme man den Einzelhändlern entgegen, die teils „schwer zu kämpfen“ hätten, erklärte das Stadtoberhaupt. Er machte aber klar: „Das bedeutet nicht, dass wir jetzt anfangen, an der Fußgängerzone herumzudoktern.“ Zwar gab es im Gremium durchaus kritische Stimmen, die befürchteten, dass durch die Freigabe weitere Forderungen auf die Stadt zukommen könnten, doch letztendlich folgte der Bauausschuss mit deutlicher Mehrheit (6:2) dem Vorschlag.

Ein anderes Problem ist dagegen noch ungelöst. Es fehlt ein Stellplatz für die Ausflugsbusse, die den Marienplatz bislang als Zwischenstopp nutzten. Immerhin 50 Busse pro Jahr seien davon betroffen, erklärte Voigt. Würden diese Schongau in Zukunft links liegen lassen, wäre das ein harter Schlag für die Altstadt, gab sie zu bedenkden. Denn während der Busfahrer Pause mache, würden dessen Fahrgäste die Zeit für den Besuch von Geschäften und Gaststätten nutzen. „Das Problem müssen wir ernst nehmen“, betonte auch Sluyterman.

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