Gelder aus Regenschirmverkauf ermöglichen Medienstation für Stadtmuseum

Ausstellung spannend gestalten

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V. li.: Christian Hörter, zweiter Vorsitzender des Fördervereins; Evelyn Bremicker, dritte Vorsitzende; erste Vorsitzende Ragnhild Thieler und Museumsleiter Dr. Tobias Güthner.

Weilheim – Um das Stadtmuseum zu unterstützen, hat der Förderverein eine neue Aktion gestartet. Die Gelder aus dem Verkauf der bunten Stadtregenschirme wurden genutzt, um eine neue, interaktive Medienstation einzurichten.

Aktuell ist sie teil des neu gestalteten Bereichs zum Künstler Bartholomäus Steinle. Der Bildhauer und -schnitzer hatte seine Werkstatt in Weilheim und schuf zahlreiche Werke in der Region. Sein Hauptwerk ist der Altar in Stams. Im Museum sind Figuren von Steinle ausgestellt, die von der Medienstation ergänzt werden. Der Besucher hat die Wahl, ob er sich einen kurzen Film zur Biografie Steinles ansehen möchte oder über den Altar in Stams. Digital werden die unterschiedlichen Orte an denen Werke des Bildhauers zu sehen sind, wie Habach, Polling oder Hohenpeißenberg, nach Weilheim gebracht. Der Besucher erhält so einen umfassenden Eindruck vom Gesamtwerk des Künstlers. Ein digitales Puzzle lädt auch Kinder ein, sich spielerisch mit den Figuren im Museum zu beschäftigen.

Die Medienstation soll ein Musterbeispiel dafür sein, wie sie später auch für andere Künstler genutzt werden kann. Natürlich wird sie auch nach dem Umbau des Stadtmuseums wieder integriert. Wie das Museum in Zukunft aussehen wird, steht noch nicht fest. Klarheit darüber soll der Architektenwettbewerb bringen, der noch in diesem Jahr ausgeschrieben werden soll. „Ich hoffe, dass der Wettbewerb neue Ideen und Perspektiven auf die Räume bringt“, erklärte Museumsleiter Dr. Tobias Güthner. Damit ein Vorschlag in die Auswahl kommt, muss er Kriterien wie Denkmalschutz und Barrierefreiheit berücksichtigen. „Ich bin froh, dass die Stadt hinter uns steht“, sagte Kulturreferentin Ragnhild Thieler in Bezug auf die Entscheidung zum

Umbau.

Um dem Museum bei der Neugestaltung zu helfen, hat der Förderverein eine neue Aktion: ab sofort können praktische Einkaufsshopper und Wandkerzenhalter erstanden werden.

Die Taschen sind aus anthrazitfarbenem Filz mit aufgesticktem Museumslogo. Die Entscheidung fiel dabei bewusst auf ein umweltfreundliches Material. Die neue Museumstasche ist stabil, praktisch und optisch ansprechend gestaltet.

Eine Besonderheit sind die Wandkerzenhalter. Die letzten 100 Dachziegel der Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt wurden von dem Kunstschmied Bernd Schweizer bearbeitet. Im Zuge der Renovierungsarbeiten an der Kirche wurden die vermutlich mehr als 100 Jahre alten Dachziegel im Keller der Kirche gefunden. Die Kerzenhalter gibt es in zwei Ausführungen – mit und ohne Glas für die Kerzenhalterung. „Ich glaube, das ist eine schöne und geschmackvolle Sache“, freut sich Ragnhild Thieler. Die Wandkerzenhalter und Taschen sind über das Museum zu beziehen. Die Taschen gibt es

außerdem noch bei Lederwaren Rumpf und im Schuhgeschäft Schritt für Schritt in der Kreuzgasse.

Von Melanie Wießmeyer

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