"In der Stadtpolitik hat sich viel bewegt"

Bevor sich die Stadträte nach der festlichen Weihnachtssitzung mit den geehrten Bürgern ins „Oberbräu“ zum gemeinsamen Abendessen begaben, ließ der Bürgermeister wichtige Ereignisse des abgelaufene Jahres Revue passieren und gab einen kurzen Ausblick.

Hochwasserschutz Markus Loth ging auf den Hochwasserschutz ein. Am Waitzackerbach sieht die neue Planung vor, im Falle eines Hochwassers dieses teilweise ins Moos abzuleiten. Entscheidet sich der Stadtrat im Januar für diese Variante, kann das Wasserrechtsverfahren begonnen wer- den. Loth hofft bei der 1,1 Mio. Euro-Maßnahme auf Zuschüsse von 750000 Euro, den Rest muss die Stadt finanzieren. Auch im Bereich des Anger- und Stadtbaches sind Schutzvorkehrungen nötig. Bürgermeister Loth hält eine gemeinsame Entscheidung mit Eberfing Anfang 2009 für „vorstellbar“. Die Kosten seien jetzt noch nicht abschätzbar. Kinderbetreuung Im April 2008 hat die Stadt erstmals selbst den Bedarf für ihre Kinderbetreuungseinrichtungen festgelegt. Im Krippen- und Hortbereich wurden noch Plätze benötigt, das Angebot an Kindergartenplätzen war ausreichend. Für das AWO-Kinderhaus ist eine Erweiterung in Planung. Auch 2009, prognostizierte Loth, werden die Kinderbetreuungseinrichtungen in Weilheim voll ausgelastet sein. Entscheidungen stünden nach dem Vorliegen der Anmeldezahlen im Frühjahr an. Stadtbus Mit 113000 Fahrgästen im Jahr erfreut sich der Stadtbus regen Zuspruchs. Von 1. Februar bis 30. April 2009 wird ein neues Konzept erprobt. Es sieht die Anbindung des Bahnhofs für die Berufspendler nach München sowie morgens und abends einen erweiterten Fahrplan vor. Gleichzeitig wird der RVO-Linien-Verkehr nach Deutenhausen und Marnbach erweitert, kündigte Loth an. Polling zeigt sich – anders als Wielenbach – an einem Anschluss des Stadtbusses interessiert. „Die Kostenfrage wird derzeit im Gemeinderat Polling“ behandelt, berichtete der Bürgermeister. Sanierung Marienplatz Große Baumaßnahmen stehen 2009 in der Altstadt an. Die 1,5 Mio. Euro teure Sanierung des Marienplatzes – zugesagte Fördermittel: 600000 Euro – beginnt im Januar, ab Sommer wird für die Sanierung der Ledererstraße geplant. Einheimischenmodell Das Bebauungsplanverfahren für das Einheimischenmodell in Unterhausen steht kurz vor dem Abschluss. Anfang 2009, sagte Loth, „können die Grundstücke an Unterhausener und Weilheimer Familien vergeben werden“. Gestaltung Bahnhofsumfeld Als zähes Ringen erweisen sich die seit Jahren laufenden Verhandlungen mit der Bahn AG zur Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes und der Errichtung eines Busbahnhofs. Ein Vorentwurf für ein Entwicklungskonzept wurde erstellt, im Oktober hat die Regierung Fördermittel zugesagt. Wie berichtet, sollen nördlich des Bahnhofs ein Busbahnhof entstehen, Bahnhofsvorplatz und Zufahrtsstraßen neu gestaltet werden. Die Bahn will das Bahnhofsgebäude abreißen und neu bauen. Für die gesamten Maßnahmen wird die Stadt 6,9 Mio. Euro plus 1,9 Mio. Euro für Grunderwerbe bereitstellen müssen. Für letztere sind im Haushalt 2009 bereits 530000 Euro eingeplant. "Come in": Raum für Veranstaltungen folgt später Ein für das im November neu eröffnete Jugendhaus „Come in“ geforderter großer Veranstaltungsraum ist in den nächsten Jahren mangels Geld nicht realisierbar, warb Loth um Verständnis. Verbessert wurde die personelle Situation im Jugendzentrum. Die Einrichtung ist jetzt mit zwei Vollzeitkräften ausgestattet, eine davon bezahlt die Stadt. Für das Projekt Streetwork übernimmt die Stadt die Trägerschaft und hat dafür eine Halbtagsstelle geschaffen, berichtete Loth. Größte Kandinsky-Kopie Das von der Stadt und dem Verein für Standortförderung unterstützte Kandinsky-Kunstprojekt im Sommer habe Weilheim den begehrten „Stadtmarketingpreis Bayern 2008“ eingebracht und das Image der Stadt aufpoliert, fasste Loth zusammen. Nach der Projektidee des Weilheimer Architekten Florian Lechner wurde der Marienplatz zur Leinwand und auf das Pflaster die weltweit größte Kandinsky-Kopie gemalt. Die dazu von den Gewerbetreibenden rund um den Marienplatz realisierten Verkaufsideen – von der Postkarte bis zur Kandinsky-Tasche – seien laut Loth „alles andere als Ladenhüter“ geworden.

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