Fertigstellung für Sommer 2015 geplant

Stadtwerke an einem Platz

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Eine Kapsel mit Zeitdokumenten wurde im Grundstein der Stadtwerke einbetoniert. (v.li.): Magnus Nigg, Jochen Knittel, Markus Loth, Peter Müller, Rupert Pentenrieder und der Sieger des Architektenwetbewerbs, Dirk Pussert.

Weilheim – Fünf Männer stehen um einen hohlen Stein, der am Kran hängt. Sie haben die größte Freude, Beton hineinzufüllen. Er reicht nicht. 

Damit auch alles eben wird, holt einer der Bauarbeiter nochmal einen Eimer – geschlampt soll nicht werden. Der Kran versenkt den Klotz in einer Grube – der Grundstein für die neuen Stadtwerke ist an der richtigen Stelle und soll dort lange bleiben.

Die Vorbereitungen auf dem Bauplatz an der Deutenhausener Straße sind nun abgeschlossen. Der Hochbau kann jetzt beginnen. 

„Es war ein Glücksgriff“, freute sich Bürgermeister Markus Loth bei einer Feier am Freitag darüber, dass ein passendes Grundstück gefunden wurde. Bereits 2012 kaufte es die Stadt nach langwierigen Diskussionen. 

Verwaltungsgebäude, Betriebshof, Lager und Werkstattflächen – alles wird künftig an einem Ort und nicht mehr verstreut über die ganze Stadt zu finden sein. Der Entwurf stammt von den Siegern des 2012 ausgeschriebenen Wettbewerbs, dem Architektenbüro Pussert und Kosch aus Dresden (wir berichteten). „Es wird die Zufahrt nach Weilheim von Osten optisch aufwerten“, ist sich Loth sicher. 

Der Spatenstich war bereits am 23. September. Durch den milden Winter gingen die Erd- und Tiefbauarbeiten zügig voran. Für die Fundamentierung und den Hochbau ist jetzt alles fertig. 

Warum der Neubau überhaupt nötig ist, das erläuterte Loth in seiner Ansprache. Das Grundstück an der Krumpperstraße sei aus Zeiten der Gaswerke kontaminiert und werde ab 2015 saniert. Der Betriebshof in der Kanalstraße sei in sehr schlechtem Zustand, Platz und zeitgemäße Technik seien nicht vorhanden. Außerdem könnten ein wirtschaftlicher Betrieb und auch die Energiewende nur mit den neuen Gebäuden realisiert werden. 

Gemeinsam mit Peter Müller, dem Leiter der Stadtwerke, versenkte Loth eine versiegelte Kapsel im Grundstein, in der unter anderem eine Tageszeitung, eine Urkunde sowie Münzen Platz fanden. „Die kommt erst wieder raus, wenn die Stadtwerke einmal abgerissen werden“, scherzte Müller. Das sei aber hoffentlich erst in über 1 000 Jahren der Fall, herrschte Einigkeit unter den Gästen. 

Rund 65 Mitarbeiter werden in den neuen Gebäuden Platz finden. Fertig sollen die neuen Stadtwerke im Sommer 2015 werden.

Von Ursula Gnadl

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