Städtische Musikschule Weilheim begeht Festakt zum 50. Jubiläum

"Wahrlich ein Grund zu feiern"

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Für die musikalische Untermalung war, wie hier mit „Hip Lips II“, bestens gesorgt.

Weilheim – „Wahrlich ein Grund zu feiern“ war laut Bürgermeister Markus Loth das 50-jährige Jubiläum der Städtischen Musikschule. Der Festakt wurde am Freitag im Stadttheater veranstaltet.

„Ohne Musikschule wäre unsere Stadt unvollkommen“, mit diesen Worten würdigte der Bürgermeister und Vorsitzende des Freundeskreises Weilheimer Musikschule Markus Loth die Musikschule in seiner Eröffnungsrede. Sowohl Schüler als auch Lehrer hätten dort ein „erstaunlich hohes Niveau“.

Auch Markus Lentz, Mitglied des Vorstands des Verbands Bayrischer Sing- und Musikschulen, fand in seiner Rede Anerkennung für die Musikschule. Sie sei „strukturell und inhaltlich vorbildlich“ ausgebaut. Er dankte aber auch den Eltern, die der Musikschule ihre Kinder „anvertrauen“ und dafür „auch oft auf anderes verzichten“ würden.

Tutzings Bürgermeister Rudolf Krug merkte an, dass die Bürger durch das „reichhaltige und qualitativ hochwertige Musikangebot“ der Musikschule „die Qual der Wahl auf hohem Niveau“ hätten. Zudem sei die dortige Außenstelle nicht nur Ausbilder, sondern auch Veranstalter.

Aufgelockert wurde der Festakt durch musikalische Einlagen zwischen den Reden. Die Besucher durften so unter anderem dem Querflöten-Quartett mit „In the kitchen“ und dem Akkordeon-Ensemble „took five“ mit „Brazil“ lauschen.

Bernrieds Bürgermeister Josef Steigenberger bezeichnete die Außenstelle Bernried „quasi als Kind der Weilheimer Musikschule“. Zudem sei die Einrichtung in den Dörfern nicht mehr wegzudenken. Letztendlich wünschte er der Schule „Alles Gute zum 50. und für die nächsten 50 Jahre nochmal alles Gute“.

Josef Dichtl, Leiter der Musikschule, sagte zu Beginn seiner Ansprache, dass viele Verantwortliche der ersten Stunde nach 50 Jahren aus verständlichen Gründen nicht mehr unter ihnen sein könnten. Es seien aber „Sie alle“, die deren Vermächtnis weiter tragen würden. Danach beleuchtete er die vergangenen Jahrzehnte. Zudem lobte er den leidenschaftlichen Einsatz des verstorbenen Altbürgermeisters Dr. Johann Bauer für die kulturellen Belange der Stadt. Einmal habe er zu ihm gesagt: „Herr Dichtl, wenn’s sei muas, dann geh’n ma hoit zum Fecht’n!“

Im letzten Teil der Veranstaltung fand die Urkundenverleihung an die Kooperationspartner (elf Kindergärten, vier Grundschulen, eine Mittelschule und ein Gymnasium) statt. Es seien laut Dichtl alle Beteiligten glücklich und dankbar darüber, was sich in den letzten Jahren an „beschreibbaren Kooperationen“ entwickelt habe.

Geschichtliche Daten:

- 1966 Gründung des Vereins Musikschule Weilheim e.V.

Gründungsleiter war Mario Dietmar

- 1968 Werner Mayer wird Leiter der Musikschule

- 1971 Die Musikschule Weilheim e.V. wird Städtische Musikschule Weilheim

- 1979 Einzug in das Feyerabendhaus, das Vereinsheim der Stadt Weilheim, darüber hinaus Unterricht in der Hardtschule, Ammerschule und im Stadttheater

- 1981 Eröffnung der Außenstelle Bernried

- 1984 Eröffnung der Außenstelle Tutzing

- 1987 Eröffnung der Außenstelle Peißenberg, die dann im Jahre 2005 wieder geschlossen wird

- 1992 offizielle Schließung des Gefängnisses („Alte Fronfeste“)

- 1994 Gründung des „Freundeskreis Weilheimer Musikschule e.V.“, Vorsitzender Altbürgermeister Dr. Johann Bauer

 - 1997 Umbaubeginn der „Alten Fronfeste“

 - 1999 30. April Einweihung und Einzug der Musikschule in die ehemalige „Alte Fronfeste“

 - 2004 Josef Dichtl wird Leiter der Musikschule

 - 2009 Markus Loth, erster Bürgermeister, wird erster Vorsitzender des Freundeskreis Weilheimer Musikschule e.V.

 - 2013 Einführung „Gebührenfreie Elementare Musikpädagogik für alle Vierjährigen“ an sieben Weilheimer und einem Bernrieder Kindergarten

 - 2014 Auch in Tutzing wird die „Elementare Musikpädagogik für alle Vierjährigen“ übernommen. An nun insgesamt elf Kindergärten werden über 160 Kinder unterrichtet.

Von Sofia Wiethaler

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