Neugeborene werden jetzt im Weilheimer Krankenhaus auf besondere Art begrüßt

Der Storch ist gelandet

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Beim Storchenanflug vorne v. li.: Andrea Feistle, stellvertretende Stationsleitung; die frischgebackenen Eltern Marlies und Stephan Hiergeist mit ihrer Tochter Konstanze; Landrätin Andrea Jochner-Weiß sowie die Hebammen Ursula Kuhn und Ulrike Guggemos. Hinten v. li. Dr. Bernd-Michael Grauel, Chefarzt Gynäkologie und Geburtshilfe; Dr. Stephan Rutke, Oberarzt; Thomas Lippmann, GmbH-Geschäftsführer und Dr. Christin Jablonka, Oberärztin.

Weilheim – Ein „nettes Zeichen“ und auch „ein Statussymbol“ für die Geburtshilfeabteilung des Weilheimer Krankenhauses ist laut Landrätin Andrea Jochner-Weiß der zwei Meter große Storch, der ab jetzt die Namen der Neugeborenen bekannt gibt.

Noch hält der 60 Kilo schwere Storch ein Körbchen in seinem Schnabel. Dieses wird bald durch eine Tafel ersetzt, auf der bei Einwilligung der Eltern der Vorname und das Geburtsdatum des Neugeborenen veröffentlicht werden. Die Daten bleiben dort so lange stehen, bis ein neues Kind geboren wird. Damit soll „jeder neue Erdenbürger mit Namen begrüßt“ werden, sagte Jochner-Weiß. Die erste Bekanntgabe ließ nicht lange auf sich warten, am Montag um 11.59 Uhr kam die kleine Konstanze auf die Welt.

Der Storch besteht aus einer Konstruktion aus Baueisen, Körper und Kopf wurden aus Styropor gefertigt und mit Acrylspachtelmasse beschichtet. Er steht auf einer mit Kunstrasen belegten Fläche. Insgesamt stehen zehn dieser Störche der Firma „Werkstatt für Unbeschaffbares“ in verschiedenen Geburtskliniken in Deutschland. Der nächste seiner Art soll ins Schongauer Krankenhaus kommen.

Heuer wurden in der Weilheimer Klinik bereits 150 Kinder geboren. Somit ist die Distanz zu den 350 Babys, die dort laut Krankenhaus GmbH jährlich zur Welt kommen, gar nicht mehr so groß. Ziel ist laut GmbH-Geschäftsführer Thomas Lippmann, dass jeden Tag zwei neue Namen an der Tafel stehen.

Damit das möglich ist, kümmern sich neun Ärzte, ein Team aus 15 Schwestern sowie fünf Beleghebammen um die Mütter und ihre Neugeborenen. Die Beleghebammen können ihre Dienste dabei individuell ausüben, worin Beleghebamme Ursula Kuhn einen großen Vorteil sieht.

Von Sofia Wiethaler

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