Streuobstbörse im Landkreis startet zum 15. Mal

Frisch, gesund und regional

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Kümmern sich im Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege auch um Streuobstwiesen im Landkreis (v.li.): Herbert Tralmer, Angie Kuhn, Anna Steif, Georg Nagl und Heike Grosser.

Landkreis – Ungespritzte Äpfel, schmackhafte Zwetschgen, Birnen aus der Region: Wer keinen eigenen Garten mit Obstbäumen besitzt, hat kaum die Möglichkeit, an frische Früchte zu gelangen? Falsch! Die Streuobstbörse macht es möglich.

Bereits ihr 15-jähriges Bestehen feiert die Aktion, die unter anderem von den Gartenbauvereinen im Landkreis initiiert wurde. Besitzer von Streuobstwiesen, die so viele Früchte haben, dass sie einen Teil weitergeben wollen, sind in einer Liste erfasst. In diesem Jahr sind es 23 Adressen, bei denen jeder zur passenden Erntezeit Beeren, Kernobst, Steinobst aber auch Nüsse beziehen kann. 

„Die Vermarktung liegt bei den Anbietern. Wir wollen sie nur mit den Verbrauchern zusammenbringen“, erklärt Heike Grosser, Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt.

Als Streuobstwiesen werden Flächen bezeichnet, auf denen die Bäume in Abständen von zwölf bis 15 Metern stehen. Alle sollten dabei Hochstämme sein. Das bedeutet, der unterste Astansatz muss am Stamm eine Mindesthöhe von 1,80 Meter haben. Die Wiese darunter wird im Normalfall stehen gelassen. Sie bietet dadurch vielen Insekten und auch anderen Tieren einen Lebensraum. Auch den Bienen, die ja für die Bestäubung der Obstbäume dringend notwendig sind, nutzt diese schonende Anbauweise.

„Streuobst ist eine Sache für Generationen“, sagt Grosser. Daher heißt es bei neu gepflanzten Bäumen erst einmal Geduld wahren. Die wird dann aber nach etwa sechs Jahren mit leckerem Obst belohnt. 

Die Liste mit allen Anbietern liegt im ganzen Landkreis aus, außerdem ist sie auf www.gartenbauvereine-wm-sog.de zu finden.

Von Ursula Gnadl

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