Talente frühzeitig wecken

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MARIA HOFSTETTER, Weilheim – Das persönliche Lieblingstier, ein Stück aus dem Stadtmuseum, ein Schuster bei seiner Arbeit: Akribisch und mit Liebe zum Detail haben 112 Fünftklässler der Wilheim-Conrad-Röntgen-Hauptschule ihre Exlibiris gestaltet. 120 Arbeiten, davon 95 Bucheignerzeichen in Kaltnadelradierung, werden bis zum 6. März im Treppenhaus des Rathauses gezeigt. Die an den Wänden ausgestellten Werke der zehn- bis 13-jährigen Schüler sind unter der Regie von Kay Reinhardt in einem kunst- und museumspädagogischen Projekt entstanden, für welches das Kunstforum Weilheim der Ideengeber war. Finanziert wurde die Aktion über die Centa und Wilfried Böhm-Stiftung (wir berichteten). Auch Hausherr Bürgermeister Markus Loth zeigte sich bei der Ausstellungseröffnung am vergangenen Freitag angetan von den „tollen Werken“ der Kinder, und Schulleiter Georg Schmidt ließ keinen Zweifel darüber aufkommen, „dass sich die Schule von heute öffnen soll und muss“. Mit der Aktion „Kinder zur Kunst“ beschreite die Schule einen neuen Weg und sei als Vorreiter dabei, bei den Heranwach- senden das Verständnis für Kunst und Kultur zu wecken. Dem Museumspädagogen Reinhardt stand die Freude ins Gesicht geschrieben, die Ergebnisse dieses zweiten kunst- und museums­pädagogischen Projektes nun „im wichtigsten Haus am Platz“ präsentieren zu dürfen. Nur wenn „schlummernde Talente“ früh geweckt werden, könne die Fähigkeit, sich über Bilder, Musik, Literatur, Tanz und Theater mitzuteilen, in allen Lebensbereichen Früchte tragen, betonte er. Als Inspirationsquelle dienten den Kindern die im Museum gezeigten Radierungen des Grafikers Josef Werner zu Gedichten von Christian Morgenstern. Als zwei Schüler für ihre Radierungen symbolisch mit Buchpreisen geehrt wurden, hielt Reinhardt fest: „Eigentlich hätte jedes Kind einen kleinen Preis verdient.“

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