Teuer in Weilheims Altstadt und am See wohnen

Am teuersten sind im Pfaffenwinkel Altstadt- und Seegrundstücke. Das ergab der Grundstücksmarktbericht 2008 vom Gutachterausschuss für Grundstückswerte.

Auf der Basis aller im Landkreis verkauften Grundstücke und Gebäude wurden Basiswerte für einzelne Gemeinden, Wohn- und Industriegebiete ermittelt. Der Bericht soll dazu dienen, die Preisentwicklung und durchschnittlichen Kaufpreise für Grundstücke, Häuser und Eigentumswohnungen darzustellen. „Der Grundstücksmarkt 2008 ist von steigenden Preisen für Neubauten und Gebäuden in guten Lagen geprägt. Die Auswertung der Immobilienumsätze des vergangenen Jahres zeigt, dass sich der Geldumsatz um 7,3 Millionen Euro erhöht hat, das sind 3,2 Prozent“, gab der Vorsitzende des Gutachterausschusses, Hubert Geisenberger, bekannt. Der Verkauf von Eigentumswohnungen ist mit einem Rückgang von einem Prozent nahezu gleich geblieben, während der Verkauf von Bauland um acht Prozent gestiegen ist. Ein freistehendes Einfamilienhaus der Baujahre ab 1975 kostet derzeit im Landkreis Weilheim-Schongau rund 318000 Euro, Neubauten sind nicht mitgerechnet. Für Doppel- und Reiheneckhäuser der gleichen Baujahre werden etwa 282000 Euro bezahlt. Dabei gibt es ein starkes Preisgefälle von Osten nach Westen. So kostet ein freistehendes Einfamilienhaus in Weilheim 420000 Euro. Dieser Preis gilt in etwa auch für Penzberg. In den Gemeinden Schongau, Peiting und Peißenberg werden für vergleichbare Gebäude durchschnittlich 243000 Euro bezahlt. Die Preise für Neubauten haben sich um fünf Prozent erhöht, bei den Baujahren ab 1975 sanken sie dagegen um sechs Prozent. Für die Baujahresgruppe 1950 bis 1975 wurde im Durchschnitt drei Prozent weniger bezahlt. Am teuersten ist der Quadratmeter Wohnfläche einer neu gebauten Eigentumswohnung in Penzberg mit rund 2643 Euro und Weilheim mit 2569 Euro. In Schongau, Peißenberg und Peiting sind es 2200 Euro. Die Anzahl der Verkäufe von unbebauten Grundstücksflächen ist gegenüber dem Vorjahr um 30 Prozent gestiegen. Hier zeigt sich, dass ein Grundstück, je kleiner es ist, umso wertvoller wird. Große Flächen dagegen sind, pro Quadratmeter, günstiger. „Auch bei Grundstücken in guten Lagen konnten wir eine große Wertsteigerung feststellen, wärend sich bei abseitigen Lagen mit schlechter Infrastruktur eine Wertminderung um bis zu 15 Prozent abzeichnet“, fasste Geisenberger zusammen. Die teuersten Bodenricht- werte gibt es in der Altstadt von Weilheim und für Seegrundstücke in Iffeldorf, Bernried und Seeshaupt. „Interessant ist der Marktbericht vor allem für Banken, Investoren und vor allem für Bürger, die im Landkreis Weilheim-Schongau Grundeigentum kaufen oder verkaufen wollen“, sagte Geisenberger. Der Bericht kann ab Ende Juli unter www.boris-bayern.de bestellt werden.

Meistgelesene Artikel

Es war einmal...

Region – Geschichten dienen als kulturelles Gedächtnis der Gesellschaft und sie regen die Fantasie an. Eine Form des Geschichtenerzählens ist das …
Es war einmal...

Starker Start ins neue Jahr

Weilheim – Immer öfter kämpfen kleinere Geburtshilfeabteilungen ums Überleben – in der Weilheimer Frauenklinik scheint das nicht der Fall zu sein.
Starker Start ins neue Jahr

"Jede Trasse wird hinterfragt"

Weilheim – 2 582 WeilheimerInnen haben auf den Listen unterschrieben, welche die Bürgerinitiativen (BI) „Heimat 2030“ und „Marnbach-Deutenhausen“ am …
"Jede Trasse wird hinterfragt"

Kommentare