Von Teufeln und würdigen Ratsherren – Starker Probenauftakt für die Weilheimer Passion mit über 60 Laienschauspielern

„Blitz, Donner, Erdbeben.“ Nach der lebhaften Schilderung von Regisseurin Yvonne Brosch und Ausstatter Andreas Arneth klang düstere Musik aus den Lautsprechern in der eisigen Hochlandhalle.

Nach kurzer Einweisung tummelten sich verzweifelte Bürger, würdige Ratsherren und tückische Teufel vor und zwischen den Requisiten. Nach zwei Stunden Probenarbeit war Brosch zufrieden mit ihren Darstellern. „Das war schon viel besser als zu Beginn. Sehr schön“, lobte sie und kündigte die nächsten Termine an. Seit dem Auftakt am Dienstag, 26. Januar, wird jedes Wochenende für Johann Älbls „Weilheimer Passion“ geprobt. Für das grandiose Monumentalspiel aus dem Weilheim des 16. Jahrhunderts wurden über 150 Mitwirkende aus Weilheimer Theatervereinen, dem Heimat- und Trachtenverein, dem Kammerorchester und dem Chorkreis Weilheim sowie dem Pollinger Vokalensemble engagiert. Eine Ausstellung im Stadtmuseum informiert vom 20. März bis 18. April vorab über die Geschichte der Passion. Zuletzt wurde Älbls „Komödie über die Auferstehung des Herrn“, wie er die Passion auf dem Originaltitelblatt bezeichnete, im 18. Jahrhundert aufgeführt. Somit erlebt die Weilheimer Passion, die übrigens älter ist als ihre große Schwester aus Oberammergau, eine Wiederbelebung. Die Aufführung, die wie die laufenden Proben ebenso in der Hochlandhalle stattfinden wird, ist gestaffelt. Der erste Block ist auf den 26./27./28. März gelegt, der zweite Block läuft am 29./30./31. Oktober. Karten sind zu erhalten beim KREISBOTEN-Kartenservice, Kirchplatz 15 unter Tel. 0881/927 58 69.

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