Erster Pollinger Kulturtag begeistert am Samstag hunderte Besucher

Lange Tradition, vitale Gegenwart

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Die besondere Beziehung der Familie Mann zu Polling bekam diese Besucherin im Klosterhof anhand einer alten Fotografie erklärt.

Polling – Dass das Klosterdorf mit einer Vielzahl und Vielfalt kultureller Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten punkten kann, ist bekannt. Bürgermeister Helmut Böhm und seinen Mitorganisatoren Kulturreferent Michael Jarnach, Nina Zimmer und Felicitas Betz war es deshalb ein Anliegen, mit dem ersten Kulturtag Interessierten aus nah und fern Gelegenheit zu geben, in die Pollinger Schatztruhe einzutauchen.

Da der Heimatverein als Veranstalter auf eine breite Unterstützung der Mitbürger bauen konnte, wurden den Besuchern an 17 Stationen die verschiedensten Facetten kulturellen Lebens aus vergangenen Zeiten ebenso wie aus der Gegenwart präsentiert. Der Bogen spannte sich von den Wurzeln des Ortes mit dem „Heiligen Kreuz“ aus dem Hochmittelalter in der Klosterkirche, dem Tassilo-Saal im Klostergebäude über das Molkereimuseum, die schier überquellende Sammlung an Gebrauchsgegenständen früherer Tage im Raritätenstadel von Altbürgermeister Dominikus Weiß bis zur Ausstellung moderner abstrakter Gemälde zeitgenössischer Künstler von Bernd Zimmer und Michael Kreuter. 

Fotogalerie

Das Museum zeigte in einer Sonderausstellung eine ansehnliche Trachtensammlung aus dem 19. Jahrhundert, während die Pollinger Weinbrüder im historischen Ratskeller süffigen Meraner Wein ausschenkten. Im ehemaligen Schweig- harthof konnten die Besucher Auszügen aus Thomas Manns Werken lauschen und im Lindner-Steinbruch einem Bildhauer bei der Arbeit zuschauen. Ein Anziehungsmagnet war Hans Kleissels Engeneering im Klosterhof, wo seit 25 Jahren die weltweit begehrten Mercedes-Benz-300 SL restauriert werden. Ermuntert vom Erfolg des ersten Kulturtages versprach der Bürgermeister, sich mit den Initiatoren zusammenzusetzen und zu überlegen, zu einem späteren Zeitpunkt ein vergleichbares Ereignis, allerdings „mit anderen Schwerpunkten“, in Angriff zu nehmen.

Von Maria Hofstetter

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