Turner-Weltklasse in Weilheim – Hochkarätiges Duell des FC Bayern München gegen den NTT Hannover in der Jahnhalle

Starke Vorstellungen von den Müchnern (hier: Martin Konecny) am Seitpferd. Fotos: Halmel

Atemberaubende Flüge über das Reck, schwindelerregende Schrauben beim Sprung und kraftstrotzende Übungen an den Ringen werden normalerweise nur im Fernsehen bei hochkarätigen Turnbewerben geboten. In Weilheim bestand die Gelegenheit, das einmal hautnah zu erleben.

In der Jahnhalle absolvierten die Turner des FC Bayern München ihren Bundesliga-Heimvergleich gegen den NTT Hannover. Für beide Teams, die mit zahlreichen Spitzenathleten antraten, stand einiges auf dem Spiel, schließlich wollten sich beide einen Platz unter den ersten Vier in der Tabelle sichern, die die Qualifikation für das DTL-Finale bringen. Für die Bayern, die das gleiche Duell schon einmal in Weilheim vor 17 Jahren gegen Hannover hatten, gab es aber kein Happy-End. Mit 20:37 Scorepoints musste sich der Aufsteiger den Norddeutschen beugen. „Das ist schon überragend, was die beiden Mannschaften boten“, begeisterte sich Weilheims Turnerchef Klaus Förster, der die Veranstaltung mit Helfern aus der Abteilung reibungslos über die Bühne brachte. Nicht ganz nzufrieden war er mit der Resonanz. Statt der erhofften 400 Besucher verfolgten gut 300 Turnfans den Bewerb, den die zwei Moderatoren Michaela Bernst und Uli Ernst fachkundig kommentierten. Das Publikum sah einen über weite Strecken ausgeglichenen Wettkampf. Nachdem sich die Münchner jedoch deutliche Schwächen an den Ringen und beim Sprung leisteten – hier verloren sie mit 0:12 und 0:15 deutlich an Boden auf die Hannoveraner – , zogen sie am Ende den Kürzeren. „Da haben wir geschlafen“, gestand FCB-Turnchef Uli Hager nach den beiden verpatzten Geräten. Die guten Vorstellungen der Bayern am Boden (4:0), Seitpferd (4:3), Barren (6:3) und Reck (6:4) reichten nicht für den Gesamtsieg. Die beste Leistung des Tages bot Alin Sandu Jivan und erntete den größten Applaus. Der rumänische Nationalturner des NTT zeigte beim Sprung einen Tsukahara mit zweieinhalb Schrauben und bombensicherem Stand.

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