Umweltschutz hilf Kosten sparen – "Ökoprofit" Weilheim-Schongau und Starnberg: Erste Maßnahmen umgesetzt

Im Verlauf des 6. Ökoprofit“-Workshops bei der Firma „Polymold“ in Pähl wurden die ersten Umsetzungsmaßnahmen prämiert. Unser Foto zeigt die Teilnehmer mit Justina Eibl (re. außen, Landratsamt Weilheim), Jakob Heringer (Landratsamt Starnberg) und Vertretern der betreuenden Firma „Arqum“. Foto: Hofstetter

Motoren Bauer in Weilheim hat über 600 000 Euro in die energetische Sanierung des Betriebes investiert und in der Werkstatt eine Heizung mit Gasdunkelstrahlern eingebaut. Das spart jede Menge Betriebskosten, Energie und CO2. „Die Temperaturen in der Halle bleiben stabiler, die Mitarbeiter fühlen sich wohler“, verwies Florian Schweiger beim „Ökoprofit“-Workshop in Pähl auf die Vorteile. Bei dem Treffen hatte Schweiger wie die Teilnehmer aus den anderen Betrieben erste konkrete Maßnahmen zur Ressourcenschonung vorgestellt und bei der anschließenden Prämierung für die innovativen Ideen Platz 1 erzielt.

Ökologisch arbeiten und gleichzeitig den Gewinn steigern ist das Ziel von „Ökoprofit“ Weilheim-Schongau und Starnberg. Gestartet ist das einjährige Projekt im März mit je vier Teilnehmern aus beiden Landkreisen (wir berichteten), in Pähl wurde jetzt Zwischenbilanz gezogen. In dem sechsten von insgesamt acht Workshops, die abwechselnd in den Räumen der Teilnehmer abgehalten werden, stellten diese ihre „besten“ Maßnahmen und die daraus resultierenden ökologischen und ökonomischen Einsparungen vor. Dabei zeigte sich, wie vielfältig die Wege sind, um die Umwelt zu entlasten: Sie reichen vom Nutzen und Selbsterzeugen von Ökostrom über das Optimieren der Produktionsanlagen bis hin zur Erneuerung der Beleuchtung. „In den Bereichen Energie und Klimaschutz tut sich einiges“, bezog Justina Eibl, Leiterin der Wirtschaftsförderung im Landratsamt Weilheim-Schongau, mit Verweis auf das für den Landkreis erstellte Klimaschutzkonzept Position. Auch ihr Starnberger Kollege Jakob Heringer steht „voller Überzeugung“ hinter „Ökoprofit“ und begrüßt den „gut funktionierenden Austausch“ beider Landkreise. Getragen und mitfinanziert wird „Ökoprofit“ von den beiden Landkreisen, inhaltlich gestaltet und koordiniert“ von der externen Beratungsgesellschaft „Arqum“. Ein Kernbereich ist dabei die individuelle Beratung der Betriebe vor Ort. Bei erfolgreicher Teilnahme wird ihnen die Auszeichnung „Ökoprofit-Betrieb 2010“ verliehen. „Arqum“-Geschäftsführer Jörn Peter hatte für die Workshop- Teilnehmer eine Erfolgsmeldung parat: „Mit Ihren vorgestellten Maßnahmen tragen Sie zur Verringerung von 279 468 kg CO2 und einer Reduzierung der jährlichen Betriebskosten von 110 111 Euro bei.“ An dem Kooperationsprojekt „Ökoprofit“ Weilheim-Schongau/Starnberg 2010 beteiligen sich der Landkreis WM-SOG mit den kreiseigenen Liegenschaften Realschule, Gymnasium, Jahnhalle/Schwimmbad in Weilheim sowie folgende Firmen:  „Motoren Bauer Unternehmensgruppe“ in Weilheim (220 Mitarbeiter); „Polymold“ Kunststofftechnik und Formenbau in Pähl (18); „Nora Druck und Verlag“ in Raisting (8); „Elektro Saegmüller“ in Starnberg (85); „hmd Software“ in Andechs-Rothenfeld (41); „KL Technik“ Prototypenbau in Krailling (22) und „PTC Telecom“, Telekommunikations- und Informationstechnologie in Wörthsee (50).

Meistgelesene Artikel

Es war einmal...

Region – Geschichten dienen als kulturelles Gedächtnis der Gesellschaft und sie regen die Fantasie an. Eine Form des Geschichtenerzählens ist das …
Es war einmal...

Großes Lob für "Schutzengel"

Peißenberg – Ein bisschen umkam Georg Off ja schon das „schlechte Gewissen“, als er bei der Ehrungsfeier für die knapp 90 aktiven Schülerlotsen im …
Großes Lob für "Schutzengel"

Pilotprojekt in Weilheim

Weilheim – Bei den Weilheimer Stadtwerken wird tief gebohrt. Der Grund: Das Unternehmen Gravity Power (GP) bereitet die Umsetzung des Pilotprojekts …
Pilotprojekt in Weilheim

Kommentare