H5N8-Virus hat die Ammersee-Region erreicht

Vogelgrippe im Anflug

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Das Landratsamt empfiehlt die Stallhaltung für den gesamten Landkreis.

Region – Geflügelhalter aufgepasst: Das hoch ansteckende Virus vom Typ H5N8, auch Geflügelpest oder Vogelgrippe genannt, ist wieder auf dem Vormarsch. Die Krankheit ist bereits in mehreren Bundesländern aufgetreten und hat inzwischen unsere Region erreicht. So wurde das Virus bei einer toten Seeschwalbe am Ammersee und einer toten Wildente am Starnberger See festgestellt.

Aus Gründen der Seuchenprophylaxe hat der Landkreis Weilheim-Schongau im Uferbereich bis drei Kilometer um den Ammersee eine Beobachtungszone eingerichtet und eine Stallpflicht für alle Geflügelhalter angeordnet. Betroffen sind Teile von Pähl und Raisting. In dieser Zone befinden sich neun Betriebe, die bereits über die Stallpflicht informiert worden sind, teilt das Landratsamt mit. Zusätzlich wurde eine tote Wildente in Feldafing am Starnberger See aufgefunden, bei ihr konnte die hochansteckende Form der Vogelgrippe mit Subtyp H5 festgestellt werden. Das Landratsamt Weilheim Schongau richtet deshalb ebenfalls im Uferbereich bis drei Kilometern um den Starnberger See eine Schutzzone ein und ordnet mit einer Allgemeinverfügung eine Stallpflicht für alle dort betroffenen Geflügelhalter an. Betroffen sind Teile von Bernried, Starnberg und Iffeldorf. In dieser Zone befinden sich 28 bekannte Geflügelbetriebe, die zudem schriftlich durch das Veterinäramt unterrichtet werden.

Aus Vorsorgegründen wird die Stallhaltung für den gesamten Landkreis Weilheim- Schongau empfohlen. Ob es zu einer Ausdehnung der Stallpflicht kommen wird, hängt von der Zahl der erkrankten Tiere ab.

Das Landratsamt rät vorsorglich, keine toten Tiere zu berühren sowie Hunde und Katzen nicht frei im Uferbereich laufen zu lassen. Die Influenzaviren können in Wildvögeln, wie Enten, überleben und immer wieder zum Ausbruch kommen, ohne dass diese Tiere selbst daran erkranken. Die fieberhafte Vogelgrippe kann auch auf Hausgeflügelbestände übergreifen. Für den Menschen gilt das Virus vom Typ H5N8 bislang als ungefährlich.

Von Kreisbote

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