Ein Vorbild verabschiedet sich – Sprenger gibt sein Amt als Kreishandwerksmeister nach 21 Jahren ab

21 Jahre hat Peter Sprenger als Kreishandwerksmeister die Region geprägt. Die Zusammenarbeit zwischen Handwerk und Berufsschulen blühte auf, die Förderung des Nachwuchses war ihm ein großes Anliegen und Politiker respektierten den Charakterkopf für seine Ecken und Kanten. Nun hieß es im Pollinger Bibliotheksaal Abschied nehmen.

Der Dankesworte gab es viele. Alle Redner hoben besonders Sprengers Ambitionen für den Nachwuchs hervor. „Er ist ein tatkräftiger Mann der Nackriegszeit, der sich einen Maschinenbaubetrieb aufgebaut hat und in in vielen Ehrenämtern aktiv war“, hob Landrat Dr. Friedrich Zeller hervor. Von diesem Erfahrungsschatz profitiere vor allen die nachfolgende Generation. „Sie sind ein Vorbild.“ Deswegen verleiht ihm der Kreistag in seiner Sitzung am Freitag, 17. Juli, in Penzberg die höchste Auszeichnung des Landkreises: den goldenen Ehrenring. Sprenger habe sich für die jungen Menschen an den Berufsschulen der Region stark gemacht, dankte Oberstudienrat Martin Kratz von der Berufsschule in Garmisch-Partenkirchen. Unter ihm bekam die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Handwerk eine große Bedeutung. „Sie haben auseinanderstrebende Meinungen wieder zusammengeführt“, dankte Kratz. Dabei haben ihm seine Ecken und Kanten geholfen, sagte Heinrich Traublinger, Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern. „Das habe auch ich gemerkt. Mit ihnen hat man so viel erreicht, weil man wusste, woran man ist“, ergänzte Traublinger. Sprenger sei immer ein starker, verlässlicher Partner gewesen, weil er die Gemeinsamkeiten der Interessen und nicht deren Gegensätze betont habe. Deswegen verdiene der scheidende Kreishandwerksmeister Respekt, Dank und Anerkennung, sagte Harald Kühn, Landrat aus Garmisch-Partenkirchen. „In jeder Hinsicht haben sie mit vorbildlicher Ausführung das Handwerk im Oberland begleitet“, fügte er hinzu. Sprenger selbst war angesichts soviel Lobes gerührt: „Ich bin in meinem bisherigen Leben nicht mit soviel Lob und Ehre überhäuft worden. Ich bin beeindruckt.“ Beeindruckt zeigte sich Nachfolger Stefan Zirngibl von der Art und Weise, wie er in das Amt eingeführt wurde. „Sie haben mich wie ein Vater an der Hand genommen und mich bei allen Amtsträgern vorgestellt.“ Ob er so viel Lob als neuer Kreishandwerksmeister erhalten werde, müsse man sehen.

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