Restaurierung der Wallfahrtskirche nach zehn Jahren abgeschlossen: Kosten rund zwei Mio. Euro

"Kräftige Eingriffe" waren nötig

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Bürgermeister Thomas Dorsch (li. im Bild) und Rupert Weingartner vor dem restaurierten Hauptaltar in der Wallfahrtskirche auf dem Hohen Peißenberg.

Hohenpeißenberg – Geschafft! Die Wallfahrtskirche „Mariä Himmelfahrt“ auf dem Hohen Peißenberg erstrahlt wieder in hellem Glanz. Inklusive Gnadenkapelle waren die Restauratoren gut zehn Jahre beschäftigt, die Doppelkirche zu sanieren und aufzuhübschen.

„Es war wirklich viel zu machen, mit teils kräftigen Eingriffen“, resümiert Bürgermeister und Kirchenpfleger Thomas Dorsch das aufwendige Renovierungsprojekt, das vom Staatlichen Bauamt Weilheim koordiniert wurde. Unter anderem mussten Dachstuhl und Holzempore ausgebessert, die komplette Elektrik erneuert, ein neues Beschallungssystem installiert und eine neue Orgel eingebaut werden. Die Raumschale entspricht nun wieder der historischen Optik von 1717. Dazu wurden jede Menge minutiöser Klosterarbeiten an den Altären vorgenommen. „Die Restauratoren waren absolute Künstler. Jedes Detail wurde besprochen“, schwärmt Rupert Weingartner, Vorsitzender des Fördervereins „Freunde der Wallfahrtskirche“, ohne dessen Engagement auf dem Hohen Peißenberg so gut wie gar nichts gehen würde. Seit seiner Gründung 1995 hat der Verein 1,6 Mio. Euro Zuschussgelder gesammelt und in die Instandhaltung der Doppelkirche gesteckt. Der Förderverein zählt rund 530 Mitglieder, darunter auch Geldgeber aus Österreich, Norddeutschland und aus Schweden. Der Hohe Peißenberg ist ein überregional bekannter Anziehungspunkt: „Die Wallfahrtskirche ist der Mittelpunkt im Pfaffenwinkel. Da tun wir uns bei der Spendensuche leichter“, sagt Weingartner.

Die Kosten für die Sanierung der Wallfahrtskirche sind laut Dorsch zwar „noch nicht ganz fixiert“, inklusive der neuen, mechanischen 20-Register-Orgel werden sie aber vermutlich mit rund zwei Mio. Euro zu Buche schlagen. Die Finanzierung teilen sich unter anderem Diözese, örtliche Kirchengemeinde und Förderverein. „Bei guter Pflege“, schätzt Dorsch, „wird die Kirche die nächsten 40 bis 50 Jahre halten.“ Die letzte Sanierung hatte es 1960 gegeben.

Ganz fertig ist das Renovierungsprojekt noch nicht. Auf dem Programm stehen noch die Neugestaltung des Eingangsbereichs und der Opferlichtsituierung. Schatzkammer, Sakristei und Pfarrhoffassade sollen saniert werden. 2017 sollen schon wieder erste Pflegemaßnahmen an der Gnadenkapelle erfolgen. „Deren Sanierung ist schon wieder vier Jahre her“, sagt Dorsch. An der Wallfahrtskirche gibt es also immer etwas zu tun.

Von Bernhard Jepsen

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