Emanuel Gronau begeistert mit Foto-Show

Zeitreise durch 40 Jahre Marienplatz

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Rappelvoll war der Weilheimer Marienplatz bei der Fotoshow „40 Jahre Fußgängerzone“. Stadträtin Uta Orawetz begrüßte die Gäste, Simon Sterzer von Radio Oberland moderierte (kleines Bild).

Weilheim – Curt Jürgens sang einst „60 Jahre und kein bisschen weise“. Abgewandelt könnte man über die Weilheimer Fußgängerzone singen „40 Jahre und kein bisschen leise“. Denn laut und fröhlich mit viel Musik und Gesang ging es zu beim Bürgerfest „40 Jahre Lebensgefühl Weilheim“.

Der laue Spätsommerabend lockte Hunderte von Besuchern auf den Marienplatz. Alle Sitzplätze waren belegt und viele mussten stehen, als Kapellmeister Franz Haidu den Taktstock hob und mit beschwingten Evergreens im Blasmusikgewand das Programm eröffnete.

Nach dem Opening durch die Stadtkapelle begrüßte Stadträtin und Veranstaltungsreferentin Uta Orawetz (CSU) in Vertretung von Bürgermeister Markus Loth die Gäste. Moderator Simon Sterzer, die bekannte Stimme von Radio Oberland, kündigte die zwei Highlights des des Abends an: Die Multimedia-Show von Emanuel Gronau und den Live-Auftritt von Max von Milland.

Emanuel Gronau, der bekannte und allseits anerkannte Foto-Chronist Weilheims, führte nach Einbruch der Dunkelheit die Besucher mit phantastischen Bildern auf eine Zeitreise durch die Fußgängerzone und den Marienplatz, „das Herz von Weilheim“, wie er ihn nannte. Da staunte nicht nur Kreisheimatpfleger Klaus Gast. Ausnahmslos alle Zuschauer goutierten die gelungenen Aufnahmen und Schnappschüsse aus den letzten Jahrzehnten. Dermaßen komprimiert sah man noch nie, welch pralles Leben den Marienplatz zu den verschiedenen Jahreszeiten ausfüllt. Ob Fasching, Französische und Italienische Woche, Mittelalter-Fest, Sport- und Musikveranstaltungen, Public Viewing bei Fußball-Meisterschaften, Schäfflertanz oder Oldtimer-Rallye – hier ist fast immer etwas los. Als besondere Höhepunkte für ihn selbst bezeichnete Emanuel Gronau die Aufführung von Carl Orffs „Carmina Burana“ mit 170 Sängerinnen und Sängern. Und natürlich das „Kandinsky-Projekt“, wo 500 Weilheimer Schüler 8 000 Pflastersteine mit 45 Farben bemalten. Für einen Fotografen ein wahres Paradies, wie man auf den bunten Bildern von Gronau unschwer erkennen konnte. Lang anhaltender Beifall belohnte den Fotokünstler für seine Multimedia-Show. „Wenn es die als Fotobuch gäbe, ich würde sie sofort kaufen“, war die Meinung vieler begeisterter Weilheimer.

Den offiziellen Teil des Bürgerfestes beendete der Südtiroler Mundartsänger und Songwriter Max von Milland, den Mitveranstalter Radio Oberland präsentierte. Der 31-jährige Musiker ist nicht nur durch das Powerplay des Heimatsenders bekannt. Er bestritt das Vorprogramm von so namhaften Gruppen wie Sportfreunde Stiller oder Söhne Mannheims. Im Fernsehen sah man ihn zuletzt in „Inas Nacht“ (ARD), wo er seinen Hit „Leg di her“ sang, der auch in Weilheim bestens ankam.

Von Dieter Roettig

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