Neue Pläne für ein Hotel und Resort Schloss Hirschberg – Stadtrat stimmt dem Vorhaben im Grundsatz zu

Bekommt Weilheim ein Schlosshotel?

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So ähnlich könnte ein künftiges Hotel und Resort Schloss Hirschberg auf dem 26,5 Hektar großen Areal aussehen. Das Bild zeigt die Idee und das Konzept der Architekten und des potenziellen Investors.

Weilheim – Schloss Hirschberg, östlich von Weilheim gelegen, könnte das erste Luxus- und Gesundheitshotel in der näheren Umgebung werden. Der Stadtrat stimmte dieser Idee grundsätzlich zu.

Jetzt müssen die Behörden, wie Denkmal- und Naturschutz, prüfen, ob das Hotelkonzept überhaupt umsetzbar ist. Die Idee des potenziellen Investors HAGE Bau GmbH & Co KG aus Hamburg ist ein Hotel und Resort im Luxusbereich mit gesundheitsfördernden Angeboten. Im Schloss selbst sollen repräsentative Räume, wie Empfang, Restaurant und Seminarräume sowie einige wenige Suiten, untergebracht werden. Für die Mehrheit der 149 Doppelzimmer, Suiten sowie den Wellness- und Fitnessbereich müsste ein Neubau errichtet werden. Wie dieser aussehen könnte, zeigt der Vorschlag des Architekturbüros Krause Bohne Architects + Planners International, das mit der Planung betraut wurde. Die Vorstellung ist ein terrassierter Bau, der sich möglichst unauffällig in die Landschaft einfügt. Die Anlage würde dem Schwung des südlichen Hanges folgen und dort mit viel Begrünung integriert werden, informierte Stadtbaumeisterin Andrea Roppelt die Räte. Der Neubau sollte vom Schloss aus so gut wie unsichtbar sein.

Im Stadtrat wurde das Projekt grundsätzlich positiv aufgenommen. Als „Leuchtturmprojekt“ bezeichnete es Dr. Claus Reindl (BfW). „Es ist wirtschaftlich interessant für Stadt und Region. Wir müssen den Startschuss dazu geben“, so Reindl. „Das ist ein erster Anstoß und es ist sinnvoll, sich damit zu beschäftigen“, befand Klaus Gast (CSU). Er hob hervor, dass das Konzept wichtige Aspekte wie Denkmal- und Naturschutz sowie Zugänglichkeit des Areals gewährleisten würde. „Das ist eine Chance für unsere Region“, stimmte Veranstaltungsreferentin Uta Orawetz (CSU) den Plänen zu. Auch Jutta Liebmann, Leiterin des Amts für Standortförderung, Kultur und Tourismus, sieht in dem Konzept eine wichtige Förderung des Tourismus in der Region.

Im Gegensatz zu ihren Kollegen stimmten die Grünen gegen das Hotelkonzept. „Ich kann mir das Projekt nicht vorstellen“, erklärte Karl-Heinz Grehl. Er und Alfred Honisch brachten ihre Zweifel zum Ausdruck, ob Weilheim ein Luxushotel brauche und ob nicht vielmehr das Naturschutzgebiet in Gefahr geriete. Fakt ist, die derzeitige Besitzerin von Schloss Hirschberg möchte das Anwesen verkaufen. Ob die Idee des Hotels umgesetzt wird, steht noch nicht fest. Der Beschluss des Stadtrats war „nur der Grundsatz, ob wir uns das vorstellen können“, so Bürgermeister Markus Loth.

Von Melanie Wießmeyer

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