BfW Weilheim kündigen bei Neujahrsempfang Infoabend zur Stadtentwicklung an

Keine Windräder in Weilheim

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Proppevoll war der Saal, als Bürgermeister Markus Loth (re.) zu seiner Rede ansetzte.

Weilheim – „Auf Weilheimer Flur sollen keine Windräder gebaut werden. Uns wird buchstäblich der Wind aus den Segeln genommen“, bezog sich Bürgermeister Markus Loth beim BfW- Neujahrsempfang im neuen evangelischen Gemeindehaus auf ein Treffen des Planungsausschusses der Region Oberland.

Loth trat ans Rednerpult, um die Gäste über städtische Ereignisse und Vorhaben informieren. Für den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs, berichtete der Bürgermeister bei seinem Themenstreifzug durch die Stadt, liegen erste Entwurfsplanungen vor, die im Frühjahr in der Bürgerversammlung präsentiert werden. Am Mittwoch, 23. Januar, wollen die BfW den Weil­heimern Einblicke in ihre städteplanerischen Ziele geben. Ab 19.30 Uhr werden Fraktionschef Dr. Norbert Vidal und Landwirtschaftsreferent Rupert Pentenrieder im Foyer der Stadthalle die planerischen Absichten der BfW erläutern und – wie Vidal betonte – „Gerüchten entgegenwirken, dass über die Köpfe der Bürger hinweg Entscheidungen gefallen sind“. Vidal, für markige Sprüche bekannt, sorgte für Heiterkeit im Publikum mit seiner Bemerkung, dass sich die BfW „ganz klar von den Freien Wählern und ihrem Weilheimer Wurmfortsatz, der UWV, distanzieren“. Den BfW gehe es ausschließlich um die Stadtpolitik. Über sieben Mio. Euro, führte Vidal aus, habe die Stadt heuer zu finanzieren und das sei nur dank guter Steuereinnahmen möglich. Viel Geld kosten unter anderem die Sanierungsmaßnahmen in Hochlandhalle (eine Mio. Euro), Rathaus (drei Mio.) und an der historischen Stadtmauer ( eine Mio.). Dem Gemunkel, dass in Weilheim nur teure Grundstücke für Einfamilienhäuser geplant seien, trat Vidal energisch entgegen: Nachverdichtungen, die Errichtung von Sozialwohnungen an der Pollinger und Wessobrunner Straße sowie knapp 300 Geschosswohnungen, deren Bau bereits genehmigt sei, bewiesen das Gegenteil. Für das interkommunale Gewerbegebiet „Achalaich“ seien zwar die Grundstücke gesichert. „Aber jetzt kommt die Regierung daher und moniert die fehlende Angebundenheit“, erregte sich Vidal mit einem Seitenhieb auf Wielenbach, das sich „zwei bis drei Gewerbegebiete willkürlich um das Dorf schafft“. Vidal griff die Diskussion um die Fahrradstellplätze auf, die jetzt bei Neubauten gefordert werden. Man wolle damit nicht die Hausbesitzer „schikanieren“, sondern den Radverkehr fördern. „Wer sein Rad jedesmal in den Keller schleppen muss, fährt nicht so oft damit“, lautete Vidals Fazit. Nach den Reden und schwungvollen Klängen der Gögerl-Geiger sah BfW-Vorsitzender Michael Rottmann alle Gründe, die für den Besuch eines Neujahrsempfanges sprechen könnten, erfüllt: „Das Interesse an den Statements, sehen und gesehen werden, die Aussicht auf anregende Gespräche und ein schmackhaftes Büfett.“

Von Maria Hofstetter

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