Weilheim steht "unter Strom" – An die 150 Demonstranten fordern sofortiges Abschalten der Atomkraftwerke in Deutschland

Die sichtlich bewegten Bürger kamen am vergangenen Montag um Punkt 18 Uhr auf den Marienplatz in Weilheim und drückten ihre Wut und Trauer aus. Sogar die jüngsten Teilnehmer brachten selbst gebastelte kleine Plakate mit. Foto: Jazbec (9)

Zutiefst verunsichert durch die Atomkatastrophe in Japan riefen 150 verärgerte Menschen „Ausschalten“ auf dem Marienplatz und zeigten ihre Angst und Traurigkeit über den schlimmen Vorfall mit selbstgemachten Plakaten und Kerzen.

„Wir sind hier um unsere Wut auszudrücken gegen skrupellose Atombetreiber, die uns jahrelang für dumm verkauft haben. Wir wollen auch keine drei Monate mehr warten bis in Deutschland die Atomkraftwerke abgeschaltet werden, jetzt ist der Zeitpunkt - schaltet sie aus“, forderte der Kreisvorsitzende der Grünen, Alfred Honisch. Der Aufruf zu der Mahnwache um 18 Uhr hatte sich via Email wie ein Lauffeuer in der Stadt verbreitet. Manfred Unger von „Attac“ in Weilheim erklärte, er habe eine Email erhalten und diese sofort an Bekannte und Freunde weitergeschickt, und so haben es wohl viele BürgerInnen auch getan. Sogar die 5-jährige Samira Dürr kam mit ihrer Mutter und einem selbstgemalten Plakat zur Mahnwache. Unter den Demonstranten war auch Weilheims zweiter Bürgermeister Ingo Remesch, der privat zur Demo kam: „Ich finde es ein sehr schönes Zeichen der gegenseitigen Solidarität und des Zueinanderstehens.“ Gegen 18.20 Uhr wurde es ganz still auf dem Marienplatz, als zu einer Schweigeminute für die Erdbeben- und Flutopfer in Japan aufgerufen wurde. Danach legten viele Demonstranten Kerzen nieder und platzierten sie in Form eines großen leuchtenden Herzens. Aus aktuellem Anlass hat das Landesamt für Umwelt eine Hotline zur Bürgerinformation eingerichtet unter Tel.: 0821/ 9071-5005, täglich von 8 bis 20 Uhr.

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