Viel Lob für die Weilheimer Feuerwehr – Gelungene Feierlichkeiten im "Familienkreis"

Ein Jubiläum nach Maß

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Der Festzug schreitet über die Ammerbrücke in Richtung Stadthalle, wo das Jubiläum mit einem Festakt gefeiert wird.

Weilheim – Am vergangenen Samstag beging die Weilheimer Feuerwehr ihr 140-jähriges Gründungsjubiläum. Gefeiert wurde im „kleinen Kreis“ mit Ehrengästen aus der Wirtschaft, Geistlichkeit, Vertretern aus der Stadt, dem Landkreis und mit befreundeten Feuerwehren.

Kleine Regengüsse während der Märsche zur Kranzniederlegung am Ehrendenkmal, auf dem Weg zu Kirche und Stadthalle wurden mit Galgenhumor kommentiert: „Wir brauchen zwar Löschwasser, aber nicht unbedingt heute“, hieß es. Anerkennung wurde den Aktiven bereits beim ökumenischen Festgottesdienst reichlich zuteil. 140 Jahre Einsatz für Menschen in Not, „das ist schon ein Anlass, innezuhalten und gemeinsam zu feiern“. Die Bereitschaft, Mitmenschen in Not zu helfen und sich dabei selbst in Gefahr zu bringen, würdigten sowohl Stadtpfarrer Engelbert Birkle als auch der evangelische Pfarrer Eberhard Hadem als urchristliche Haltung. Die geweihte St. Florian-Figur, Schutzpatron der Feuerwehr, erhält einen Ehrenplatz und soll helfen, die ideelle Verbindung der Mannschaften festigen.

Vereinsvorstand Franz Andrä erinnerte in der Stadthalle an interne Überlegungen im Vorfeld, ob der 140. Geburtstag gefeiert werden soll. Der gemeinsam gefasste Entschluss für die Festlichkeit sei aufgrund der aufwändigen Hochwassereinsätze der letzten Wochen richtig gewesen. „Ich glaube, wir haben uns das redlich verdient“, meinte er.

Bürgermeister Markus Loth wies auf die unzähligen Einsätze der Feuerwehrkameraden für die Bürger der Stadt hin und dass dafür viele Freizeitstunden geopfert wurden. Die Aspekte „Retten, löschen, bergen, schützen“ mit Leben zu erfüllen, dazu gehörten eine große Portion Einsatzfreude sowie ausreichendes technisches Know How. „Ich danke Ihnen persönlich und im Namen der Stadt für Ihren selbstlosen Einsatz“, sagte Loth.

Der stellvertretende Landrat Karl-Heinz Grehl anerkannte das ehrenamtliche Engagement sowie die bedingungslose Soforthilfe der Männer und Frauen als höchste Form sozialer Kompetenz. Das Gründungsdatum der Weilheimer Feuerwehr vor 140 Jahren stellte er allerdings in Frage. „Sie sind bestimmt viel älter. Lassen Sie sich heute feiern“, so Grehl.

„Ist ein Gründungsmitglied da?“, begann Kreisbrandrat Dr. Rüdiger Sobotta seine Rede humorig und verwies in seinem Resümee auf den enormen Wandel in der Ausrüstung, auch aus seinem Erleben heraus. „Es hat sich viel verändert, nur eines nicht, der Wille zu helfen“, stellte Sobotta fest.

Als Höhepunkt des Abends erwies sich die Festrede, die Dr. Joachim Heberlein mit Details aus der Gründerzeit schmückte. Selbst den meisten Aktiven der Feuerwehr dürfte vieles neu gewesen sein. Bereits bei der in Reim-Form gehaltenen Einleitung wurde geschmunzelt. Heberlein bestätigte auch alle Zweifel am Alter der Weilheimer Freiwilligen Feuerwehr. Rechne man die vergeblichen Gründungsversuche mit, sei sie viel älter.

Verdiente Mitglieder wurden an diesem Festabend geehrt, Ehrenmitglieder ernannt sowie an Firmen, die sich Verdienste um das Feuerwehrwesen erworben haben, Dankesurkunden überreicht. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Stadtkapelle und später durch die Band „Tohuwabohu“.

Von Georg Müller

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