Dachstuhl während der Bauarbeiten entzündet – Keine Schadstoffbelastung in Klassenzimmern

Brand am Weilheimer Gymnasium

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Insgesamt circa 120 Einsatzkräfte, bestehend aus Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und Katastrophenschutz, waren am Weilheimer Gymnasium im Einsatz.

Weilheim – Große Aufregung herrschte am Montag in Weilheims Innenstadt, nachdem der Dachstuhl des Zentralbaues am Gymnasium in Brand geraten war.

Mit allergrößter Wahrscheinlichkeit waren Heißarbeiten auf dem Dach der Auslöser für den Einsatz den Feuerwehren aus Weilheim, Unterhausen und Marnbach-Deutenhausen, wie Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, auf Nachfrage bekannt gab. Festlegen wollte sich Sonntag allerdings nicht, da die Ermittlungen der Kripo noch andauern würden. Zudem gab er Entwarnung betreffend der zwei Bauarbeiter, die auf Grund des Verdachtes auf Rauchgasvergiftung behandelt wurden. Sowohl dem 61-Jährigen, der vor Ort versorgt wurde, als auch dem 36-Jährigen, der zu Beobachtung ins Weilheimer Krankenhaus kam, gehe es gut.

Eingegangen war der Notruf um 9.38 Uhr bei der Integrierten Leitstelle Weilheim, woraufhin die Feuerwehren ausrückten und zirka 860 Schüler evakuiert wurden. Gemäß des Notfallplans wurden diese dann teilweise ins Freie und in die Mensa gebracht. Wer heim konnte, durfte gehen, sagte die stellvertretende Schulleiterin Adelheid Meyer. Gegen 11 Uhr wurden noch ungefähr 200 Schüler in der Mensa betreut.

Zwar hätten wegen der Bauarbeiten weniger Ausgänge zur Verfügung gestanden, so Schulleiterin Beate Sitek, die Evakuierung sei trotzdem „gar kein Thema“ gewesen, da die Schüler kontrolliert einzeln rausliefen. Einen Schock gab es trotzdem, da die Durchsage-Anlage der Schule wegen des Brandes nicht funktionierte und die Schüler daher von Lehrern und Angestellten informiert werden mussten. Die Stromversorgung funktionierte gestern schon wieder, nur das Telefon des Gymnasiums war bis heute Mittag nicht erreichbar, wie Hans Rehbehn, Pressesprecher des Landratamtes Weilheim-Schongau, angab. Ansonsten sei die Evakuierung gut abgelaufen, sagte Sitek, sowohl Lehrer als auch Schüler hätten sich vorbildlich verhalten. Auf den Brand aufmerksam wurden Lehrer durch die Geruchsentwicklung in dem angrenzenden Gebäudeteil.

Über die Höhe des Sachschadens lasse sich laut Rehbehn noch nichts sagen. Mitarbeiter der Kripo und der entsprechenden Versicherung würden sich davon vor Ort noch ein Bild machen.

Um sicherzugehen, dass die Klassenzimmer nicht mehr mit Schadstoffen belastet sind, wurde das Münchner Ingenieurbüro Terranorm mit der Bestimmung der Messwerte beauftragt. Entwarnung kam am gestrigen Nachmittag. Es gibt keinen Nachweis für eine Schadstoffbelastung. Es sei „gar nix“ gefunden worden, so Rehbehn.

Von Sofia Wiethaler

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