Werden Unternehmen mehr belastet? – Landrat Dr. Friedrich Zeller sieht den Landkreis "gut aufgestellt"

Diskutierten beim Stammtischtreffen des Unternehmerkreises „aktuelle regionale Themen“: (v.li.) Markus Loth, Unternehmerkreis-Vorsitzender Herbert Klein, Manuela Vanni sowie Dr. Friedrich Zeller. Foto: Jepsen

Von

BERNHARD JEPSEN; Peißenberg – Haben die heimischen Unternehmer zusätzliche Belastungen durch den Landkreis zu erwarten? Wie sieht die Planung zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur aus und wie geht speziell der Ausbau der Hohenpeißenberger Umfahrung an der B 472 voran? Das waren nur einige Fragen, die Landrat Dr. Friedrich Zeller, Weilheims Bürgermeister Markus Loth sowie Peißenbergs Rathauschefin Manuela Vanni beim jüngsten Stammtischtreffen des Unternehmerkreises Weilheim-Peißenberg im Gasthaus „Zur Post“ zu beantworten hatten. Zwei Stunden lang erörterte das Politikertrio mit rund 70 Firmenvertretern „aktuelle regionale Themen“. Zellers Fazit: Der Landkreis sei aufgrund der kooperativen Sozialpartnerschaft und der Funktionstüchtigkeit der öffentlichen Verwaltung „wirklich gut aufgestellt“. Durch den „sozialen Frieden“ in der Region gebe es beste Voraussetzungen für „wachsendes Unternehmertum und wirtschaftliche Prosperität“. Zeller untermauerte sein Loblied auf die öffentliche Verwaltung unter anderem mit Hinweis auf die kostengünstige Abfall- und Wasserwirtschaft sowie die „fast schon zu gut“ ausgebauten Straßen. In punkto Verkehrsinfrastruktur hatte der Landrat aber auch weniger erfreuliche Nachrichten parat. Er berichtete bezüglich der Hohenpeißenberger Umfahrung von einem Brief aus dem Bundesverkehrsministerium, dessen „Kernaussage“ sei: „Die Hohenwarter Kurve wird noch gebaut, aber dann ist kein Geld mehr da“. Weilheim kämpft indes noch damit, überhaupt mit seinen Umgehungsplänen in den Bundesfernstraßenplan aufgenommen zu werden. Ob und wann dies geschieht, darüber konnte Bürgermeister Markus Loth den Unternehmern keine konkreten Auskünfte geben: „Das vermag ich nicht zu sagen. Das hängt von den Bundesfinanzen ab.“ Ebenso wie Zeller kritisierte Loth das „regionale Klein-Klein“ im Landkreis. Während der Landrat für eine stärkere, organisatorische Zusammenarbeit der Unternehmer aus den drei Ballungszentren Penzberg, Weilheim-Peißenberg und Schongau plädierte, verwies Weilheims Bürgermeister auf die regional unterschiedlich gewichteten Presseangebote. Loths erstaunlicher Wunsch: „Eine einheitliche Medienlandschaft für den gesamten Landkreis“. Vanni machte schließlich Werbung für Peißenberg. Infrastrukturell würde der Ort „im Prinzip alles bieten“, der Standort müsse auch künftig nur besser dargestellt werden. Was fehle, sei zudem der Bau eines Gymnasiums im Ort: „Ich weiß, das hört der Landrat nicht so gerne, aber für unseren Ort und für den Landkreis wäre das sehr, sehr wichtig“, erklärte Peißenbergs Bürgermeisterin.

Meistgelesene Artikel

Es war einmal...

Region – Geschichten dienen als kulturelles Gedächtnis der Gesellschaft und sie regen die Fantasie an. Eine Form des Geschichtenerzählens ist das …
Es war einmal...

"Jede Trasse wird hinterfragt"

Weilheim – 2 582 WeilheimerInnen haben auf den Listen unterschrieben, welche die Bürgerinitiativen (BI) „Heimat 2030“ und „Marnbach-Deutenhausen“ am …
"Jede Trasse wird hinterfragt"

KönigsCard ab Mai

Landkreis – Die Gäste im Blauen Land, im Werdenfelser Land und im Allgäu nutzen sie bereits: Die KönigsCard, die ihnen im Urlaub zahlreiche …
KönigsCard ab Mai

Kommentare