Wie ein Wolf im Schafspelz – Chef einer Sicherheitsfirma als Seriendieb, Brandstifter und Einbrecher entlarvt

Nach über drei Monaten intensiver Ermittlungsarbeit konnte die Kripo Weilheim mit der Polizei Schongau den Chef einer Sicherheitsfirma als Dieb und Brandstifter entlarven.

Wohl niemand käme auf die Idee, dass ein Betrieb ausgerechnet durch den Chef einer Sicherheitsfirma so zu Schaden kommen könnte: Denn nur die schnelle Reaktion der Feuerwehren Ingenried und Schongau verhinderte in der Nacht zum 2. November letzten Jahres, dass das Verwaltungsgebäude der Erbenschwanger Verwertungs- und Abfallentsorgungs-GmbH (EVA) total niederbrannte und der Sachschaden die 20000 Euro-Grenze nicht überschritt. Bereits die ersten Spurenuntersuchungen und Befragungen im Umfeld rückten den 55-jährigen Inhaber einer Sicherheitsfirma ins Zentrum der Ermittlungen. Die EVA hatte ihn, wie über 30 andere Firmen im Oberland, eingestellt. Der beschuldigte, aus dem westlichen Landkreis stammende Objektschützer fertigte sich Nachschlüssel für sämtliche Anlagen seiner Auftraggeber an und konnte sich damit jederzeit unbefugten Zutritt verschaffen. So hatte er die Gelegenheit zu zahlreichen Diebstählen und Brandstiftungen, ohne dabei verdächtige Aufbruchspuren zu hinterlassen. Ingesamt 50 Straftaten, hauptsächlich im Landkreis Weilheim-Schongau verübt, werden ihm zur Last gelegt. Seit Ermittlungsbeginn sitzt der 55-Jährige in Untersuchungshaft. Nach Durchsuchungen auf seinem Anwesen fanden die Polizeibeamten neben vermisstem Diebesgut eine Vielzahl von illegal nachgefeilten Schlüsseln. Die Ver- dächtigungen bestätigten sich, nachdem der Langfinger einen Teil der Diebstähle mittlerweile gestanden hat.

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