Sieger des WWF-Fotowettbewerbs "Am Fluss dahoam" geehrt

Für die Natur am Drücker

+
Die Gewinner des Foto- und Filmwettbewerbs „Am Fluss dahoam“ mit Umweltministerin Ulrike Scharf (mi, dritte v. re.), Dr. Diana Pretzell, Leiterin Naturschutz Deutschland WWF (mi., dritte v. li.), stellvertretendem Landrat Karl-Heinz Grehl (mi., zweiter v. re.) und Juroren.

Weilheim– Umweltministerin Ulrike Scharf und Dr. Diana Pretzell eröffneten vorige Woche in der Stadthalle die Fotoausstellung „Am Fluss dahoam“. Gleichzeitig wurden die Sieger des gleichnamigen Fotowettbewerbs geehrt. Dieser hatte im Rahmen des Verbundprojektes „Alpenflusslandschaften – Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze“ stattgefunden.

Als Gastgeber im Landkreis Weilheim-Schongau begrüßte stellvertretender Landrat Karl-Heinz Grehl die Gäste in der Stadthalle. „Wir haben einen ganz besonderen Landkreis, zwischen Lech und Loisach, im Herzen die Ammer“, führte Grehl aus. Er selbst sei „am Fluss dahoam“ und als begeisterter Mineraliensammler ein echter Fan dieser Gewässer. Nachdem die Flüsse jahrelang „kastriert, dressiert und vergewaltigt“ worden seien, gäben nun langsam die Menschen den Flüssen ein Stück Freiheit zurück. Grehl forderte mehr Schutzgebiete.

„Dieser Wettbewerb zeigt, wie sehr uns die Natur am Herzen liegt“, betonte Umweltministerin Scharf in ihrem Grußwort. Hier habe man es geschafft, die Menschen für die Natur zu begeistern und sie zum genauen Hinsehen zu animieren. Sie dankte auch Grehl für den „Werbeblock für’s Ammergebirge“ und forderte den Einsatz aller für den Erhalt von Arten und Lebensräumen sowie für die Sortenvielfalt.

Dann aber waren endlich die Sieger des Foto- und Filmwettbewerbes an der Reihe. Den ersten Preis in der Erwachsenenwertung belegte Wolfgang Wanner aus Peiting, dem es gelungen war, Eisvögel bei der Fütterung vor seine Linse zu bekommen. „Ich bin ein halbes Jahr im Tarnzelt am Schongauer Lech gesessen, acht Stunden am Stück waren der Rekord. Und an manchem Tag kam ich mit 1000 Fotos nach Hause“, berichtete Wanner.

Dass ihm dieser Glückstreffer letztendlich gelang, lag wohl an der Flugangst des Jungvogels. Der nämlich wollte nicht so recht wie seine Eltern, die daraufhin mit einem Fisch Lockversuche machten, so dass diese Szene auf (digitales) Celluloid gebannt werden konnte.

Die Ausstellung ist ab sofort bis zum Freitag, 15. Juli, im Foyer des Landratsamts in Bad Tölz zu sehen.

Weitere Informationen zu dem Projekt gibt es auch unter http://www.alpenflusslandschaften.de.

Sieger Filmwettbewerb

Erwachsene (ab 16 Jahren):

Marco Probst aus Huglfing; „Wilde Ammer“; erster Preis: Reise in den Darß;

Klaus Röttger, Wolfratshausen; „Biberrevier“; zweiter Preis: Rucksack;

Jugendliche (bis 15 Jahre):

Magalie Leidel aus Murnau; „Ramsach“, erster Preis: Kajakfahrt auf der Isar.

Von Bianca R. Heigl

Meistgelesene Artikel

Interkommunales Thema?

Peiting – Es sei zwar kein „direktes Peitinger Thema“; aber die Marktgemeinde sei davon massiv betroffen: So äußert sich Bürgermeister Michael Asam …
Interkommunales Thema?

Ein Astra als Azubi-Lockvogel

Peiting – Ob das endlich die ersehnte Lösung bringt? Schon seit zehn Jahren hat die Peitinger Metzgerei Rohrmoser keine Lehrlinge mehr ausgebildet, …
Ein Astra als Azubi-Lockvogel

Auf frischer Tat ertappt

Schongau/Peiting – Waren da die gleichen Täter am Werk? Am Sonntagabend ist es der Polizei gelungen, einen Einbrecher in Schongau zu verhaften. Seine …
Auf frischer Tat ertappt

Kommentare