Zollamt hat neues Domizil bezogen – Zollverwaltung und Warenabfertigung jetzt am Fischerried 4 in Weilheim

Dienstbetrieb in modernen Räumen: Zollamtsleiterin Martina Kliehm nimmt vom Bauherrn Robert Huber den symbolischen Schlüssel entgegen. Foto: Hofstetter

Die gute Nachricht vorweg: Das Zollamt bleibt Weilheim erhalten. Dass die Dienststelle des Hauptzollamtes Rosenheim mit ihrem Umzug vom Bahnhof zum Fischerried 4 in ihrem Bestand „längerfristig gesichert“ ist, kündigte Präsident Dr. Horst Seelig bei der Einweihung der neuen Räumlichkeiten an.

In Zeiten, in denen allerorts „die Kräfte stark gebündelt werden“, sei dies nicht selbstverständlich. Seelig, Leiter der Bundesfinanzdirektion Südost in Nürnberg, knüpfte in seiner Rede an Weilheims Jubiläumsjahr an. In der einst an der Handelsstraße gelegenen Stadt seien schon viel länger Zölle erhoben worden. Mit den Zeiten – „Deutschland ist ein Binnenland geworden“ – haben sich auch die Tätigkeitsfelder des Zolls gewandelt. So schü­tze das Zollamt heute Bürger, Wirtschaft und Umwelt und leiste mit seinen Einnahmen einen wichtigen Beitrag zum Staatshaushalt. Den Umzug vom beengten, „kümmerlichen Dasein“ im Bahnhofsgebäude in die modernen Räumlichkeiten am Fischerried begrüßen die Amtsleiterin Martina Kliehm und ihre elf Mitarbeiter. Im Erdgeschoss des neuen Gebäudes werden Zölle und Steuern erhoben, Vergünstigungen im Rahmen des EU-Marktes gewährt und Beschränkungen überwacht. Im Jahr 2009 hat das Weilheimer Zollteam 12 357 Einfuhr-, 60 484 Ausfuhr- und 9 369 Postsendungen abgefertigt und 16,38 Mio. Euro eingenommen. Im Hof der Dienststelle ist jetzt Platz für fünf Pkw und drei Lkw. Zuständig ist das Weilheimer Zollamt für die Landkreise Weilheim-Schongau, Garmisch-Partenkirchen, Landsberg, Bad Tölz-Wolfratshausen und Starnberg. Wohlwollend vernahm Bürgermeister Markus Loth Seeligs Aussage, das Weilheimer Zollamt sei „ein wichtiger Standort im Oberland“. Eine kleine Korrektur hielt er jedoch bei dessen Ausflug in die Vergangenheit angebracht: Das erste Zollamt, wusste Loth, wurde 1950 im Schlachthofgebäude eröffnet. Nach Umzügen in die Bethelgasse (1952) und Angerkapellenstraße (1954) zog der Zoll 1962 auf das Bahnhofsgelände. Immer das rechte Augenmaß bei ihrer Arbeit wünschte die Geistlichkeit den Zöllnern, schließlich trage die Steuergerechtigkeit zum sozialen Frieden in der Gesellschaft bei.

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