Ein Zuhause für 100 Rote-Liste-Arten Bayerischer Naturschutzfonds fördert "Bernrieder Vorsprung" mit 189 000 Euro

Der Schutz und Erhalt der Baumveteranen im Bernrieder Park ist seit über zehn Jahren ein großes Anliegen von Christina Voormann. Gemeinsam mit ihrem Mann Klaus und vielen weiteren Mitstreitern setzt sie sich für die Artenvielfalt des „Bernrieder Vorsprungs“ ein.

Die über 1 000 Hektar große Fläche gibt wertvollen Lebensraum für bisher über 100 Rote-Listen-Arten. Melanie Huml, Umweltstaatssekretärin und stellvertretende Vorsitzende des Bayerischen Naturschutzfonds, kam kürzlich nach Bernried, um den Förderbescheid über knapp 189 000 Euro an die „Trägergemeinschaft Bernrieder Vorsprung“ zu übergeben. „Der Altbaum- und Totholzbestand am Bernrieder Vorsprung besitzt einen Artenreichtum mit bundesweiter Bedeutung“, begründet Huml die Förderung. Ziel dieses BayernNetz Natur-Projekts ist es, Alt- und Totholzbereiche als Lebensgrundlage von Tieren, höheren Pflanzen, Pilzen, Moosen und Flechten zu erhalten. Davon profitieren vor allem sehr seltene, im Holz lebende Käferarten wie der Ameisenkäfer oder der Schnellkäfer. Neben der Sanierung wertvoller Altbäume sollen Wegabschnitte verlegt werden, um wichtige Baumriesen aus der Verkehrssicherungspflicht zu nehmen. So entstehen Bereiche, in denen abgestorbenes Holz nicht sofort beseitigt werden muss, sondern dem natürlichen Kreislauf überlassen werden kann. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf etwa 222 000 Euro. Knapp 189 000 Euro trägt der Bayerische Naturschutzfonds. Die Umsetzung und weitere Finanzierung des Projekts übernimmt die Trägergemeinschaft „Bernrieder Vorsprung“, bestehend aus der Gemeinde Bernried, dem Landkreis, der Wilhelmina-Busch-Woods-Stiftung, der BN-Kreisgruppe Weilheim und Ortsgruppe Bernried und der TGM GmbH mit Christina und Klaus Voormann. Zudem beteiligt sich der Bezirk Oberbayern mit rund 5 500 Euro.

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