Zwischen Tradition und Rock’n’Roll – 150-jähriges Bestehen der Schützen in Peißenberg mit vielen Gästen gefeiert

Viele befreundete Schützenvereine, aber auch Trachtler, Schäffler und zahlreiche andere Gruppen marschierten beim Festzug in Peißenberg. Foto: Gnadl

Die Plätze im Schatten entlang des Festzuges am Sonntag waren angesichts der Temperaturen begehrt und es schien, als stünde ganz Peißenberg an den Straßenrändern, um die vielen in Tracht gekleideten Vereine aus nah und fern zu bewundern.

Bereits am Freitag fiel der Startschuss zum Festmarathon anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Schützentradition in Peißenberg. Nach der Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal wurde in der Tiefstollenhalle, begleitet von der Knappschaftskapelle, auf eineinhalb Jahrhunderte zurückgeblickt. Am Samstag rockten dort abends dann die „Rootbootlegband“ und „Big Bad Wolf“. Der Saal bebte, die Stimmung war kaum zu übertreffen. Egal ob Teenager oder ältere Semester: Auf der gut gefüllten Tanzfläche wurde bis weit nach Mitternacht fröhlich getanzt. Das hielt die Böllerschützen dennoch nicht davon ab, am Sonntag schon um sieben Uhr wieder fit für den Weckruf zu sein. Später führte der Kirchenzug zum Gottesdienst mit Fahnenweihe. Bereits seit 1970 treten die drei Peißenberger Schützenvereine gemeinsam als „Vereinigte Schützengesellschaft“ auf. Bisher hatten sie jedoch keine gemeinsame Fahne. Anlässlich des Jubiläums wurde nun eine solche angefertigt. „Der Heimat verbunden, die Tradition bewahren“ leuchtet es in goldenen Buchstaben vom neuen Prunkstück. Stolz präsentierten die Schützen dieses beim großen Festzug, bei dem viele Vereine aus den Nachbargemeinden aber auch aus Reutte oder St. Brevin mitmarschierten. Sichtlich gezeichnet von der Hitze erklommen die Gruppen den letzten Anstieg zur Tiefstollenhalle, um das gelungene Wochenende bei bayerischen Schmankerln und kühlen Getränken ausklingen zu lassen. Auch CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt – selbst dreifacher Schützenkönig in Peißenberg – war voller Begeisterung mittendrin dabei, ebenso Bürgermeisterin Manuela Vanni und die vielen angereisten Gäste.

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