Diehl gewinnt die Königsdisziplin

643 Läufer gehen auf die Marathon-Strecke. Die führt die Sportler aus Füssen hinaus, um den Hopfensee, am Forggensee entlang, zu den Königschlössern und zurück nach Füssen. Foto: nis

Füssen – Bei Temperaturen über 30 Grad fand in Füssen das Lauf-Wochenende um den Königsschlösser-Romatik-Marathon statt. Mehr als 1200 Läufer aus 30 Nationen nahmen daran teil. Dabei stellten Kenianer die Rekorde über 10- und 21,1 Kilometer ein. Beim Marathon kam Marco Diehl als Erster ins Ziel.

Am Sonntag gab Bürgermeister Paul Iacob um 7:30 Uhr in der Kemptener Straße den Startschuss zum 14. Königsschlösser-Romantikmarathon. Laut Organisatoren hatten sich heuer viele Teilnehmer erst kurzfristig zum 43,20 Kilometer langen Lauf nachgemeldet: 643 Läufer gingen hier an den Start. Sofort setzte sich der Franzose Marc Janning vom „Running Team Schweighaus“, gefolgt von Marco Diehl vom „DVAG Marathon-Team“ an die Spitze. 

Die letzten Läufer verließen gerade den Stadtrand von Füssen, da hatte die Spitze schon den Hopfensee erreicht, den sie von Eschach aus anliefen. Auf der anderen Uferseite wartete die erste Erfrischung: über 300 Wasser- und Iso-Getränke-Becher standen schon griffbereit, weitere wurden nachgefüllt. Nicht nur zum Trinken nahmen die Läufer das Wasser, auch zur Erfrischungsdusche diente es. Die Strecke führte nach Füssen am Festspielhaus vorbei, entlang des Forggensees nach Waltenhofen und Brunnen, an der Kirche St. Colomann vorbei Richtung Pöllat und entlang des Schwansees zurück nach Füssen. Unter dem Hohen Schloss liefen die Sportler nach Bad Faulenbach und von dort auf die Zielgerade in der Kemptener Straße.

Marco Diehl führte schon am Festspielhaus und war auf der gesamten Strecke nicht mehr einzuholen. Er erreichte mit 2:48:40 Stunden als Erster das Ziel, sein für lange Zeit unmittelbarer Verfolger Marc Janning aus Frankreich überquerte als Dritter mit einer Zeit von 3:03:54 Stunden die Ziellinie. Zweiter wurde der Mindelheimer Markus Spägele, mit 3:03:36 Stunden.

„Laufarena Allgäu" gewinnt die Mannschafts-Vereinswertung

Von Zuschauern kaum bemerkt, hatten fünf Teams die Strecke als Staffel hinter sich gebracht. Sieger wurde die Ulmer „Laufgruppe Atemnot“. Lisa Benz, Sonja Schneider und Sebastian Langner legten den Marathon mit einer Gesamtzeit von 3:59:01 Stunden zurück. In der Mannschafts-Vereinswertung holte sich die „Laufarena Allgäu“ mit Barbara Mallmann, Maximilian Heel und Stefan Stockinger den Siegerpokal. Der „Lauftreff Marktoberdorf“ mit Markus Singer, Michael Zittlau und Sibylle Brücklmayr wurde Zweiter vor dem italienischen Team „G.S.D. Libertas La Torre“ mit Jacopo Melucci, Leonardo Donnini und Maurizio Mandola. 

Einen neuen Streckenrekord gab es in der Königsdisziplin nicht. Die Läufer hatten auf der Strecke bergauf 86, und bergab 80 Höhenmeter zu bewältigen. Kein Unfall, kein Zusammenbruch trotz heiß-schwüler Temperaturen war das Fazit der Organisatoren.

Die Jüngsten durften einen Tag zuvor zum Rundlauf starten. Hier gab es vier Rennen: den 300-Meter-Bambini-Lauf für die Drei- bis Fünfjährigen, das 600-Meter-Mini Kids Race für die Fünf- bis Achtjährigen, das 900-Meter-Maxi Kids Race für die Acht- bis Zehnjährigen und das 1200-Meter-Maxi Kids Race ab zehn Jahren.

Kenianer lassen die Streckenrekorde purzeln

Um 17 Uhr startete dann 211 erwachsene Läufer beim 10-Kilometer-Suunto-Salomon-AOK-City-Lauf. Hier knackten kenianische Läufer sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen die bisherigen Streckenrekorde aus den Jahren 2010 und 2007. 

Auch beim Halbmarathonrennen purzelten die Bestzeiten. Kimtal Andrewben vom „Brooksrunning Team“ stellte mit 1:07:29 Stunde den alten Rekord bei den Männern um eine Sekunde ein. Die Kenianerin Maina Veronicah vom „Team Run2gether“ brach den bestehenden Streckenrekord ebenfalls um eine Sekunde mit einer Zeit von 1:17:49 Stunde. jl

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