Vorwürfe unklar

30 Politiker der pro-kurdischen HDP in Türkei festgenommen

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Wahlkampfwerbung der HPD im osttürkischen Diyarbakir. Im Südosten der Türkei sind nun 30 Politiker der pro-kurdischen Partei festgenommen worden. Foto: Sedat Suna

Istanbul - Mehr als 30 Politiker der prokurdischen Oppositionspartei HDP sind in der Südosttürkei festgenommen worden. Die meisten seien Provinz- oder Bezirksvorsitzende, teilte der Sprecher des kommunalen Ablegers der Partei (DBP), Merdan Berk, mit.

Was ihnen genau vorgeworfen wurde, blieb zunächst unklar. 25 Politiker seien in der Provinz Diyarbakir und sieben in der Provinz Bitlis in Gewahrsam genommen worden. Die Polizei habe zudem eine Razzia in den Häusern von drei Parteivorsitzenden in der Provinz Diyarbakir durchgeführt, die Politiker jedoch nicht angetroffen, teilte Berk weiter mit. Den Festgenommenen werde der Zugang zu Anwälten verwehrt.

Im September hatte die türkische Regierung zahlreiche von der DBP geführte Gebietsverwaltungen im Südosten unter Zwangsverwaltung gestellt. Die zuvor ihrer Ämter enthobenen gewählten Bürgermeister wurden durch regierungsnahe Verwalter ersetzt. Nach Angaben des Innenministeriums wurden die Bürgermeister wegen mutmaßlicher Verbindungen zur verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK abgesetzt.

dpa

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