Al-Kaida übernimmt wichtige Stadt im Jemen

Sanaa/Kairo - Milizen der Al-Kaida im Jemen haben die südliche Provinzhauptstadt Sindschibar unter ihre Kontrolle gebracht, darunter den Sitz der Provinzregierung.

Die Islamisten übernahmen den Sitz der Provinzregierung, das Polizeikommando und alle anderen zentralen Einrichtungen, berichtete das Nachrichtenportal “Yemen Observer“ am Samstag unter Berufung auf Augenzeugen. Provinzgouverneur Ahmed al-Misari, der außerhalb der Stadt wohne, sei in seiner Residenz festgesetzt worden.

Die schlimmsten Terroranschläge seit dem 11. September

Die schlimmsten Terroranschläge seit dem 11. September

Das Oppositionsbündnis JMP behauptete in einer Erklärung, der umstrittene Langzeit-Präsident Ali Abdullah Salih habe die Stadt den Islamisten bewusst in die Hände gespielt. Mit dem Vormarsch des Al-Kaida-Ablegers wolle er dem Westen suggerieren, dass sein Verbleib an der Macht unerlässlich sei. Sindschibar liegt 80 Kilometer östlich der südlichen Metropole Aden.

Gegen Salih demonstrieren seit mehr als drei Monaten Hunderttausende Menschen friedlich. Vermittlungsversuche, ihn zum Rücktritt zu bewegen, scheiterten an seinem Starrsinn. Das Machtvakuum hatte auch zu einem Erstarken der jemenitischen Al-Kaida-Extremisten geführt.

dpa

Rubriklistenbild: © AP

Meistgelesene Artikel

Millionen protestieren gegen Trump - Präsident greift Medien an

Washington - Proteste in aller Welt haben den ersten vollen Amtstag von Donald Trump begleitet. Er selbst ignoriert sie erst einmal - und feuert …
Millionen protestieren gegen Trump - Präsident greift Medien an

Im Wortlaut: Was Trump mit erhobener Faust sagte

Washington - In seiner Antrittsrede am Freitag hat der neue US-Präsident Donald Trump das amerikanische Volk in den Mittelpunkt gestellt. Hier Trumps …
Im Wortlaut: Was Trump mit erhobener Faust sagte

Anbiedern oder Attacke? Mexiko zittert vor Trump

Mexiko-Stadt - Donald Trump regiert, die ersten Aktionen könnten sich gegen Mexiko richten - kein Land hat er mehr attackiert. Dort schwillt bereits …
Anbiedern oder Attacke? Mexiko zittert vor Trump

Kommentare