Amnesty International wirft Israel Kriegsverbrechen vor

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Sieben palästinensische Familienmitglieder werden in Beit Lahiya begraben. Foto: Mohammed Saber/Archiv

Tel Aviv (dpa) - Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International wirft Israel vor, im Gaza-Konflikt Kriegsverbrechen begangen zu haben. Israel habe in den untersuchten Fällen "schamlos das Kriegsvölkerrecht missachtet", erklärte Philip Luther, Direktor des Nahost- und Nordafrika-Programms bei Amnesty.

Für einen Bericht wurden acht Fälle untersucht, in denen Häuser von Palästinensern in Gaza angegriffen wurden. Bei den Angriffen seien mindestens 111 Personen, davon mindestens 104 Zivilisten, getötet worden, schreibt die Organisation.

In einigen Fällen seien zwar mögliche militärische Ziele ausgemacht worden. Doch die verursachte Zerstörung stehe nicht im Verhältnis zum militärischen Vorteil. In allen untersuchten Fällen habe die israelische Armee keine vorherigen Warnungen ausgegeben. Die israelischen Streitkräfte wollten sich im Laufe des Mittwochs zu den Vorwürfen äußern.

Während des 50-tägigen Gaza-Krieges im Sommer waren mehr als 2100 Palästinenser und mehr als 70 Israelis getötet worden. Militante Palästinenser hatten mehr als 4500 Raketen auf Israel abgefeuert. Die israelische Armee griff mehr als 5000 Ziele in dem Küstenstreifen am Mittelmeer an.

Amnesty-Bericht

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